Mrz 1, 2023

Modische Fehlkäufe vermeiden – Mit diesen 10 Tipps triffst du bessere Kaufentscheidungen

Bitte einmal die Hände heben, wer in seinem Kleiderschrank keine Leichen liegen hat. Gemeint sind natürlich die Klamotten-Leichen, die schönen, schrecklichen, unpassenden und ungetragenen Teile, die wir irgendwann gekauft und dann nie angezogen haben. Fehlkäufe eben. Der Feind jeder Marie-Kondo-Aufräumaktion. Oder auch: Die Stoff gewordene kognitive Dissonanz. Klar, Fehlkäufe lösen wirklich unangenehme Gefühle aus, wer will schon bei jedem Blick in den Kleiderschrank daran erinnert werden, dass man einmal hunderte von Euro für ein Kleid ausgegeben hat, das einfach null zu einem passt?

Aber auch aus Nachhaltigkeitsgründen sollten wir Fehlkäufe so weit wie möglich vermeiden, immerhin haben wir nur diesen einen Planeten. Aber wie verhindert man, dass man sich „verkauft“ und gutes Geld für ein Teil ausgibt, das man am Ende kaum trägt? Hier kommen 10 bewährte Tipps, um bessere Kaufentscheidungen zu treffen!

► In der Ruhe liegt die Kraft

Die Feinde des erfolgreichen Kleidung-Shoppings sind Hektik, Stress und Eile. „Noch schnell ein Kleid für die nächste Hochzeit“, oder „kurzfristig noch ein Paar Sandalen für den nächsten Urlaub“ mündet fast immer in Fehlkäufen. Unter Druck kauft man schlecht, das hat fast jede und jeder von uns schon einmal erlebt. Mein Geheimtipp Nummer Eins für das Vermeiden von Fehlkäufen ist also: Zeit lassen. Du wünschst dir ein neues Teil, oder du brauchst ein Kleidungsstück für ein spezielles Event? Dann fange frühzeitig an zu suchen und schlaf im Zweifelsfall ein paar Nächte drüber bis du sicher bist, das du dein neues Lieblingskleidungsstück gefunden hast!

Eine einmalige Stilberatung kann vielen Frauen helfen, Fehlkäufe in Zukunft zu vermeiden. Ausprobieren!

► Sich selbst treu bleiben

Influencerin XY hatte neulich diese tolle Bluse an und die willst du jetzt auch? Volantröcke sind diese Saison total der Renner und deswegen musst du einfach einen haben? Beige ist die Farbe der Saison und deswegen auch deine? Bist du sicher? Bist du wirklich sicher? Ich frage das deswegen, weil nichts einen Kleiderschrank so sehr zumüllt wie kurzfristige Trends. Besonders, wenn sie nicht zum eigenen Stil passen. Geheimtipp Nummer Zwei lautet deswegen: Sei dir deines Stils absolut bewusst und kaufe wirklich nur Dinge, die zur dir und deinem Stil passen. Du bist dir unsicher, was dein Stil ist und was dir wirklich steht? In diesem Fall kannst du auch eine professionelle Stilberatung in Anspruch nehmen, oder dir einmal einen Personal Shopper gönnen. Die Ausgaben für diese Serviceleistungen amortisieren sich sicher, weil sie der Garant dafür sind, teure Fehlkäufe zu vermeiden.

► Nicht nach Emotionen kaufen

Wir wissen, dass wir nicht hungrig in den Supermarkt gehen sollten, weil wir sonst anfangen, den Einkaufswagen mit lauter ungesundem Junkfood vollzuladen. Mit Klamotten ist es im Grunde dasselbe: Shoppen zu gehen, weil man gerade Lust darauf hat mag ja nett sein, führt aber in der Regel auch zu einer extrem hohen Fehlkauf Rate. Deswegen lautet mein Geheimtipp Nummer Drei: Emotionalen Kaufrausch vermeiden. Gehe lieber gezielt und bewusst einkaufen, dein Geldbeutel wird es dir danken.

► Den eigenen Kleiderschrank im Hinterkopf behalten

Hat nicht jeder von uns irgendein wirklich schönes Teil im Schrank, das aber nie zum Einsatz kommt, weil es zu nichts passt, was wir sonst anziehen? Das Paar extravagante Schuhe zum Beispiel. Vermeiden lassen sich solche Fehlkäufe, indem man sich den Inhalt seines Kleiderschrankes immer bewusst macht und mit diesem inneren Bild shoppen geht: Kannst du dir vorstellen, dass das Teil, das du gerade kaufen möchtest, mit den Sachen, die du bereits besitzt ein stimmiges Outfit ergibt? Siehst du dich selbst in diesem Outfit bei mehr als nur einer Gelegenheit? Dann kannst du guten Gewissens zugreifen.

Ja, steht ihr! Probiere in Ruhe alles in der Umkleidekabine an. Bist du dir nicht sicher? Mach ein Foto von dem Outfit und schick es z.B. an deine beste Freundin.

► Alles anprobieren

Gerade wenn es schnell gehen muss, ist man versucht, die Anprobe auszulassen. Großer Fehler! Kleidungsstücke, die nicht wirklich hundertprozentig passen, werden niemals Lieblingsstücke und landen irgendwann vermutlich im hintersten Eck des Kleiderschrankes, oder gleich in der Altkleidersammlung. Die richtige Anprobe will aber auch gelernt sein: Aufstehen, Hinsetzen, Bewegen, Umhergehen – Nimm dir Zeit, das Kleidungsstück richtig kennen zu lernen und beobachte nicht nur im Spiegel, wie es aussieht, sondern versuche auch zu spüren, wie du dich darin fühlst. Ob ein Teil gut passt, oder nicht, ist nämlich nicht nur eine Frage der Größenangabe.

► Bedarfsliste führen

Geheimtipp Nummer Sechs ist das genaue Gegenteil vom spontanen Shoppingtrip. Fashion-Profis führen eine Bedarfs- und eine Wunschliste. Auf die Wunschliste kommen Stücke, die zwar nicht unbedingt gebraucht werden, aber die man sich lange genug wünscht und für die man auch mal tiefer in die Tasche greifen würde. Das Paar limitierter Sneaker, auf das man schon lange ein Auge geworfen hat, zum Beispiel. Oder ein super schickes Dress, das man zwar nicht unbedingt braucht, aber einfach haben will. Auf die Bedarfsliste kommen alle Basics, die im Idealfall zeitlos, hochwertig und universell einsetzbar sind – der Inbegriff der Capsule Wardrobe also: Ein Paar gut sitzende Jeans, ein zeitloser Blazer, ein schlichtes Kleid, oder eine richtig hochwertige Bluse beispielsweise. Und dann wird Kassensturz gemacht und überprüft, was man sich leisten kann und was man sich leisten möchte.

► Sale ignorieren

Schnäppchen zu machen ist super, denn es aktiviert das Belohnungssystem unseres Gehirns. Dumm nur, wenn das vermeintliche Schnäppchen sich später als totaler Fehlkauf entpuppt. Natürlich ist es super, wenn man tolle Kleidungsstücke und zeitlose Basics im Sale kaufen kann – wer eine Bedarfsliste führt und ungefähr weiß, bei welchen Stores es die neuen Lieblingsteile günstig im Sale zu kaufen gibt, kann hier wirklich bares Geld sparen. Wer aber kauft, nur weil zufällig Sale ist, wird leicht zum Kaufrausch verleitet und ärgert sich hinterher. Hier hilft eine einfache Rechnung: Ein zeitloser und hochwertiger Klassiker für 100 Euro, den man aber mehrere hundert Male trägt, kommt einen im Endeffekt billiger, als ein Teil für 50 Euro, das man aber nur zwei oder dreimal trägt.

Stoffqualität erkennst du nicht nur beim Haptik-Test

► Auf Qualität achten

Selbst die bestsitzendste Jeans und die schönste Bluse sind absolut sinnlos, wenn sie nach wenigen Waschgängen die Form verlieren oder einfach billig aussehen. Nur wirklich hochwertige Kleidung zu kaufen erfordert ein gewisses Maß an Disziplin, lohnt sich aber. Und: Hochwertige Kleidung lässt sich im Notfall auch besser und hochpreisiger auf Second Hand Kleidungsbörsen verkaufen als Billigkleidung. Wie du wirklich hochwertige Kleidung erkennst, kannst du hier nachlesen.

► Selbstreflexion praktizieren

Gefällt mir das Stück wirklich? Brauche ich es? Weiß ich genau wann, wo und wie ich es tragen will? Kann ich es mir wirklich leisten? Hast du alle diese Fragen mit Ja beantwortet, dann steht dem erfolgreichen Kauf nichts mehr im Wege. Geheimtipp Nummer Neun: Selbstreflexion. So wichtig.

► Um Feedback bitten

Bist du dir unsicher, ob ein Kleidungsstück dir wirklich steht und dir wirklich passt? Dann nimm eine vertrauenswürdige und ehrliche Person mit zum Shoppen oder mach ein Foto von dir in dem Teil und schicke es ihr. Solche Shopping-Buddies sind Gold wert, wenn sie nicht nur ein Auge fürs Detail haben, sondern auch ihr Herz auf der Zunge tragen. Ungünstig ist es dagegen, das Verkaufspersonal um Feedback zu bitten – aus naheliegenden Gründen. Geheimtipp Nummer Zehn lautet also: Vier Augen sehen mehr als Zwei.

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Als Autorin und Storytelling-Coach ist Schreiben meine große Leidenschaft. Seit 2014 bin ich unter anderem als Redakteurin und Konzepterin für verschiedene Magazine und Blogs rund um die Themen Nachhaltigkeit und Lifestyle tätig. Bei Ana Alcazar bin ich auf der Jagd nach den neuesten Fashion-Trends und für die Ratgeberartikel zuständig.

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