Nov 1, 2018

Fashion-Hype: Bluse. Vom Klassiker zum absoluten It-Piece.

Nur zu gut erinnere ich mich an die Zeiten, als Blusen für mich ausschließlich für das Vorstellungsgespräch oder im Business in Frage kamen. Ich hatte ein paar Exemplare der klassischen, weißen Bluse im Schrank, die nur zu besonders „offiziellen“ Gelegenheiten herausgekramt wurden: Meistens waren das Situationen, in denen formeller Chic angesagt war – also weiße Bluse mit einer Anzug- oder Karotten-Hose, ab und zu auch zur Culotte.

 

Best of Bluse – es gibt so viele Möglichkeiten …

Heute kann ich mir das fast nicht mehr vorstellen, denn ich trage regelmäßig Blusen – vor allem im Frühjahr und im Herbst. Für mich haben Blusen nichts mehr mit dezent und neutral zu tun. Ganz im Gegenteil: Gerade dann, wenn der Look cool und stylish sein soll, liebe ich mittlerweile die It-Pieces. Was ist passiert? Ganz einfach: Die Bluse hat sich gemausert und kommt jetzt in so vielen Varianten daher, dass sie weit mehr ist als ein solides Piece für Business Casual. Edel wirkt der Klassiker mit den viele Facetten immer noch, bietet aber jetzt – dank Volants, Spitze, XXL-Ärmeln oder verschiedenen Krägen – unzählige Möglichkeiten für ganz verschiedene Outfits.

Gerade vor ein paar Tagen habe ich mir zum neuen Kunstledermini von Ana Alcazar eine coole blaue Bluse gekauft: 100% Seide und mit stylishem Fuchs-Print allover sowie der schwarzen Schluppe ist sie im Team mit Chelsea Boots ein echter Hingucker. Was meint ihr?

Unter meiner heißgeliebten Jeans-Latzhose trage ich eine himmelblaue Carmen-Bluse mit Raffungen an den Ärmeln. Ganz anders zu meinem edlen, schwarzen Overall mit weit geschnittenen Beinen, Pattentaschen und Latz am Oberteil: Da passt die semitransparente, schwarze Kurz-Bluse in Kastenform ideal, auf der sich knallbunte, plakative Rosen tummeln. Manchmal kombiniere ich zu dem schlichten Einteiler auch die Volantbluse mit Trompetenärmeln und Leo-Muster. Ihr seht, Blusen sind zu meinen alltäglichen Begleitern geworden ­– und besonders abends finde ich die semitransparente Ausgabe zu Jeans, mit einer rockigen Jacke oder zu den angesagten Kunstlederhosen einfach großartig. Dann dürfen es gerne auch plusternde oder schwingende Statement-Ärmel sein. Apropos: Zu weiten Marlene-Hosen macht sich auch ein Blusenbody gut. Der sitzt garantiert wie angegossen – ohne dass ihr nach jeder Bewegung euer Outfit nachbessern müsst. Und wenn’s mal lässiger sein soll, greif ich zum Blusenkleid, das ich mit derben Boots und blickdichter Strumpfhose ausgehfein style.

Back to basics – woher kommt die Bluse eigentlich?

Bei soviel Nachdenken über die Bluse, habe ich mich gefragt, wer sie eigentlich wann erfunden hat. Dabei habe ich nicht schlecht gestaunt: Bluse kommt von dem französischen Wort „blouse“ – und das bedeutet schlicht und einfach „Arbeitskittel“. Französische Kreuzfahrer zogen blaue Kittel über ihre Rüstungen, um diese gegen Staub zu schützen. Von da aus nahm die Bluse ihre Entwicklung und tauchte sowohl beim Militär als auch bei der Marine auf – die Matrosenbluse ist ja ein Begriff.

Erst in der Biedermeier-Ära Mitte des 19. Jahrhunderts entstand die Damenbluse, so wie wir sie heute kennen. Als Alternative zum Kleid wurde sie zusammen mit einem Rock getragen. Von da an wandelte sich diese Oberbekleidung mit den Trends der jeweiligen Zeit: die Schluppenbluse in den 40er Jahren, die Sonntagsbluse in den 50er Jahren, in den 70ern trug man sie mit langen, spitzen oder extra breiten Krägen und plakativen Prints. Stehkrägen und kleine Krägen mit verdeckter Knopfleiste kamen – zusammen mit Schulterpolstern – in den 80er Jahren in Mode. Um 2000 kreierten die Designer immer mehr Longblusen. Zu dem Zeitpunkt hatte die klassische Bluse die Businessgarderobe längst erobert.

Cool im Team – Styles, die im Trend liegen

Mein Highlight: Blusen zu Kunstleder-Looks

Egal, ob Kunstleder-Kleid, skinny Hose oder Lackledermini – Blusen sind geniale Partner für die typische Kunstleder-Optik. Tagsüber könnt ihr mit hochgeschlossenen Blusen oder Schluppenblusen die Lederimitate erden, abends könnt ihr mit Transparenzen oder Spitze wirklich heiße Looks kreieren.

Immer well dressed: Mein Alltags-Favorit – Bluse zu Jeans

Egal ob unter einer Jeansjacke oder zur skinny Jeans – Blusen machen sich gut mit blauem Denim. Hier sorgen dann oft die Schuhe für den kleinen aber feinen Unterschied: Sneakers für den Alltag, High Heel Stiefeletten am Abend.

Der Influencer-Style: Bluse und Slipdress

Bluse unter Slipdress oder unter dem Latzkleid – Fashionistas lieben die Mischung von schlichten Kleidern mit Blusen mit XXL-Statement-Ärmeln. Dazu Sneakers oder Stiefeletten im Leo-Optik. Mega!

View this post on Instagram

@akiraisola channeling the ‘90s with an amazing look that @paigemurphycreative put together – with hair and makeup by @angiey_artstyle and photo by me (@russelljthomas), and help from @theright.fit to arrange the shoot. Shirt by @annaquanlabel, dress by @__marle and earrings by @reliquiajewellery • • • • • • • • #fashion #fashionphotography #fashionphoto #fashioneditorial #editorial #editorialphotography #editorialfashion #editorialphoto #australianfashion #nzfashion #australiandesigner #nzdesigner #australianstyle #sydneystyle #90sfashion #90sstyle #slipdress #whiteshirt #sydneymodel #sydneyfashion #sydneymakeupartist #sydneyhmua #sydneystylist #sydneyphotographer #wollongongphotographer #illawarraphotographer #portrait #pursuitofportraits #fashionportrait

A post shared by Russell Thomas (@russelljthomas) on

Wenn ihr mehr über Blusenformen erfahren wollt oder euch interessiert, wie Blusen ganz einfach knitterfrei bleiben, schaut euch mal unseren Ana Alcazar Blusenguide an. Dort findet ihr auch unsere neuesten Blusen-Kreationen. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Christine

von

Fashionista und Schreiberin, die für Euch auf die Jagd nach guten Looks, spannenden Trends und neuesten Style-Inspirationen geht. Und zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen von Ana Alcazar wirft, um über People, Shootings und den ganz normalen Wahnsinn eines kreativen Labels zu berichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.