Mrz 3, 2022

Richtig abschalten im Urlaub. 11 Tipps für noch mehr Erholung

Endlich Urlaub! Das ganze Jahr freuen wir uns auf den Urlaub. Und dann geht die Hektik noch vor der lang ersehnten Reise los: Ich habe es im Job so häufig erlebt. Kurz vor dem Urlaub: Stress. Direkt nach dem Urlaub: Stress. Die Projekte müssen weiter laufen, weswegen es mit all den Briefings, dem Noch-zu-Erledigenden und den Übergaben vorher immer richtig hektisch wird. Atemlos stürzt man dann nach Hause, packt die Taschen und hetzt zum Flughafen. Wieder zurück, heißt es von 0 auf 100 hochschalten. Denn die Inbox ist voll – Mails sind unbeantwortet, Anfragen sind liegengeblieben und es geht sofort richtig rund.

Vieles daran ist nicht völlig abzustellen, aber es gibt Mittel und Wege, um die Phase rund um die wohlverdiente Auszeit angenehmer zu gestalten. Nicht nur im Urlaub selbst, sondern auch davor und danach können wir es uns etwas leichter machen. Denn es ist so wichtig, zu entspannen, einen Gang herunterzuschalten und aufzutanken. Für mich ist es das Schönste auf der Welt ist, einfach im Moment zu leben. Keine Taktung, keine Zeitpläne, keine Termine, kein Muss – sondern aufstehen und sehen, was der Tag bringt. Ich liebe es.

 Mit diesen 11 Tipps gelingt es dir besser, volle Urlauberholung zu erleben.

► Bewusst tief durchatmen!

Am besten gleich in der ersten Minute des Urlaubs. Innehalten und ein paarmal tief durchatmen – das befreit uns von Stress und fördert die Entspannung. Wusstest du, dass – physiologisch betrachtet – tiefes Atmen dem Körper signalisiert, dass alles in Ordnung ist? Bei Stress reagiert unser Körper nämlich immer noch wie zu Urzeiten, wenn der Säbelzahntiger hinter uns her war. Er wechselt in den Kampf- oder Flucht-Modus. Wer fliehen oder kämpfen musste, atmet automatisch flacher. Tiefes Durchatmen kann diese archaische Stressreaktion unseres Körpers durchbrechen. Na dann – breathe in, breathe out.

►Mit offenen Augen durch die Welt gehen

Im Alltag stecken wir oft im Tunnel. Wir fokussieren uns auf all das, was erledigt werden muss, auf die Punkte auf unserer Liste. Jetzt ist es an der Zeit, den Blick zu weiten, mit allen Sinnen wahrzunehmen – und sich von den neuen Eindrücken inspirieren zu lassen. Schau in die Ferne, schnuppere die salzige Meeresluft und lausche dem Rauschen der Wellen, den Stimmen der Einheimischen im Urlaubsland oder konzentriere dich auf die fremden Gerüche. Laufe barfuß über den Sand oder eine Wiese und genieße frischen Fruchtsaft oder den aromatischen Kaffee im Süden.

Urlauber*innen entdecken San Sebastian, die Hauptstadt von La Gomera

Einfach mal mit den Fingern an einer alten Wand entlang fahren: Visuelle, taktile und olfaktorische Eindrücke machen einen großen Teil der Urlaubserholung aus.

► Einfach mal das Handy ausmachen

Damit meine ich: ganz abschalten. Du wirst über den psychologischen Effekt erstaunt sein, den das Wissen darum mit sich bringt, nicht erreichbar zu sein. Dosiere diese Phasen nach Lust und Laune. Du kannst ja einfach mal mit 24 Stunden Media-Detox anfangen. Fakt ist: Durch die ständige Beschäftigung mit dem Mobile oder dem Tablet entfernen wir uns chronisch von uns selbst, von unseren Bedürfnissen – weil wir ständig in der Außenwahrnehmung sind und auf etwas reagieren. Dabei ist es so wichtig, auf das Eigene zu achten. Immer wieder die Mitte zu finden. Was brauchst du? Was ist dir wichtig? Sei in deinem Urlaub achtsam. Erholung beginnt im Kopf – das Mindset macht immer den Unterschied.

► Sightseeing ins Verhältnis setzen

Kennst du das auch? Vor deinem Trip wälzt du gleich mehrere Reiseführer parallel und schmiedest konkrete Pläne, wann du was in welcher Reihenfolge besichtigen willst. Das ist cool, denn neue Eindrücke tun uns gut. Aber Vorsicht: Pass auf, dass du dir hier nicht die nächste Stressfalle baust. Verzichte lieber auf einen Punkt auf der Liste und erlebe weniger, aber dafür intensiver. Nicht zu viel planen und sich damit wieder in das altbekannte Hamsterrad begeben! Man kann überraschende schöne Dinge entdecken und erleben, wenn man nicht jeden Programmpunkt vorher akribisch festlegt. Let it flow – Urlaubszeit ist »Quality Time«. Es geht um dich und das, worauf du Lust hast.

Touristin beim Sightseeing in einer Altstadtgasse

Sightseeing auf jeden Fall – aber bitte in Maßen. Lieber einmal mehr auf einen Kaffee ins kleine Eckcafé setzen, als von einem Programmpunkt zum nächsten hetzen.

 

► An- und Abreise vernünftig timen

Ja, wir wollen im Urlaub die maximale Zeit herausholen und solange wie möglich am Traumziel bleiben, bis zur letzten Sekunde die Freiheit auskosten. Das führt dazu, dass wir Flüge auf die Abendstunden legen oder nachts zurückfahren – mit dem Ergebnis, dass wir übermüdet und genervt in den Alltag starten. Zuhause angekommen bleibt nicht einmal genug Luft, um den Koffer auszupacken. Das Resultat? Die gewünschte Entschleunigung ist sofort wieder verspielt. Ich rate dazu, realistisch machbare Reisezeiten zu buchen und genug Puffer für eine entspannte Ankunft einzuplanen. Die Erfahrung zeigt, dass es besser ist, die Reise ausgeschlafen und in Ruhe zu beginnen und zu beenden. Je entspannter du am Urlaubsort ankommst, desto schneller setzt die Erholung ein und umso länger bleibt sie nach der Rückreise – und das umso mehr, je weiter dein Reiseziel entfernt ist.

► Gepäck dosieren

Das aktuelle Lieblingskleid muss unbedingt mit, und dann noch der Jumpsuit, ach ja, und wenn wir abends in den Club gehen, das Pailletten-Dress – und falls es eine besondere Gelegenheit gibt, vielleicht noch das kleine Schwarze und und und… Im Alltag ist Planung gut, aber im Urlaub heißt es auch mal loslassen. Du musst in der schönsten Zeit deines Jahres nicht für jede Eventualität vorbereitet sein und dich auf dem Fashion-Level eines Top-Models bewegen. Mein Motto für den Urlaub lautet immer: leichtes Gepäck. Entscheide dich für ein oder zwei Lieblingsteile, aber schleppe nicht deinen halben Kleiderschrank mit. Wenn du entspannt und glücklich bist, strahlst du ohnehin von innen.

► Gesund(es) essen und genießen

Wer kennt es nicht? Beim ersten Stopp an der Tanke snacken wir einen Schokoriegel, dann noch ein Sandwich und die obligatorische Cola, um wach zu blieben. Dabei wollen wir uns im Urlaub doch eigentlich etwas Gutes tun. Achte darauf, dass du feine Dinge isst und aus vollen Zügen genießt. Jedes Land hat tolle Spezialitäten, Früchte oder spannende kulinarische Traditionen, die es wert sind, entdeckt zu werden. Wieso sollten wir gerade in unsere Freizeit alle guten Vorsätze über Bord werfen und so ungesund leben wie nie?

Urlauberin isst Paella am Meer

Ob Paella Valenciana, Schlutzkrapfen oder Ossobuco – jede Urlaubsregion hat ihre ganz eigenen kulinarischen Köstlichkeiten, die es im Urlaub zu entdecken gilt.

 

► Zeit für das gute Buch nehmen

Nimm dir auch im Urlaub zu zweit oder mit der Familie ein bisschen Zeit für Dich. Du hast es dir verdient. Lies das Buch, das dich schon lange interessiert oder schlendere gedankenversunken durch die Altstadt. Schließlich ist es dein Urlaub und der ist die 30-tägige Ausnahme im Jahr. Wer gut mit anderen auskommen will, muss erst mit sich selbst im Reinen sein – und dafür brauchen wir ab und zu etwas Raum nur für uns. Gern gewählte Locations wie Meer, Küste oder Berge symbolisieren unsere Sehnsucht nach Weite und Ruhe und sind ideal, um uns zu erholen – auch mit bewusst gewählter Me Time. Gönn dir Mußestunden für dich selbst und fühle dich dabei nicht schlecht. Du brauchst sie.

► Öfter mal ein Nickerchen machen

Schlafen ist gesund, denn es gibt unserem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren und neue Kraft zu sammeln. Im Alltag gelingt es uns selten, nachmittags einfach ein Stündchen auszuruhen, zu dösen oder Siesta zu halten. Wie gut, dass es den Urlaub gibt. Nutze die Chance, einfach alle Viere gerade sein zu lassen und folge deinem inneren Rhythmus. Wenn du müde bist, lege dich eine Stunde hin und versuche nicht, dich durch Kaffee zu pushen. Gepflegtes Nichtstun ist so erholsam – egal, ob in der Hängematte, am Strand, im Hotelzimmer, im Camper oder im idyllischen Park deiner Urlaubs-Location.

► Mitbringsel von der To-do-Liste streichen

Mama, Schwester, die beste Freundin – meist gegen Ende des wohlverdienten Urlaubs erhebt eine mahnende innere Stimme das Wort. Sie erinnert uns daran, den Lieben zuhause etwas mitzubringen. Dann finden wir uns hektisch auf Wochenmärkten oder in überfüllten Souvenir-Shops wieder, auf der Jagd nach vermeintlich landestypischen Kleinigkeiten. Ehrlich? Meist währt die Freude der Beschenkten über den Kühlschrankmagneten aus Malta nicht lange. Spar dir einfach das Gerenne, um deiner subjektiv empfundenen Mitbringsel-Pflicht nachzukommen. Etwas anderes ist es, wenn dir etwas Schönes in die Hände fällt, das perfekt ist für deine Schwester oder den Schwiegervater. Aber bitte mache es nicht zum Tagesordnungspunkt!

Souvenirs: Magnete

Statt auf die Jagd nach Souvenirs solltest du lieber auf die Suche nach unvergesslichen Erinnerungen gehen.

 

► Last but not least: Erholung in den Alltag retten

Das ist vielleicht die größte Herausforderung – was kann man tun, um die heilsame Entschleunigung noch etwas zu bewahren und nicht sofort in den gewohnten Stress-Modus zu fallen? Falls möglich, vereinbare am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub keine Termine. Nicht einen einzigen. Überleg dir, ob du die automatische E-Mail-Benachrichtigung 24 Stunden verlängerst, sodass berufliche Kontakte nicht am Tag des Wiedereinstiegs eine Antwort erwarten. Auf lange Sicht gesehen, achte darauf, auch im Alltag genug Erholungsphasen einzubauen – und regelmäßig richtig abzuschalten.

 

Ich wünsche dir demnächst deinen Traumurlaub, in dem du glücklich und entspannt sein kannst und deine Akkus voll auflädst. Wenn du noch weitere Tipps für unsere Leser*innen hast, poste gern in den Kommentaren.

Diesen Artikel jetzt teilen!

von

Meine Liebe zu Mode und Kommunikation hat mich zu Ana Alcazar gebracht – als Texterin & Konzepterin in der klassischen Werbung groß geworden, schreibe ich seit fast 10 Jahren für unser Münchner Designerlabel. Im Redaktionsteam bin ich für alle Corporate-Themen zuständig, außerdem befasse ich mich hier mit aktuellen Trends & meinem Herzensthema Gleichberechtigung,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert