Mai 31, 2017

Sportswear is the new chic.

Athleisure Trendlooks für Büro, Freizeit & Bar.

„Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ – mit diesem berühmten Satz hat sich Karl Lagerfeld 2012 gegen extrem lässige Styles ausgesprochen.

Aber in der Mode ändern sich die Dinge schnell: Schon ein paar Jahre später bestand die Winterkollektion des Modepapstes für Chanel aus Jogginghosen, Leggings und Sneakers. Und das war erst der Anfang. Heute sitzen Fashion-Bloggerinnen mit Sneakers oder Slip-Ons bei den Schauen und kombinieren sportive Hosen mit Retro-Trainingsstreifen zu edlen Tops. Sweatshirts und Sneakers gehören zu den Standard-Pieces vieler Designerlabels. Überhaupt feiern Sneakers ein Riesen-Comeback. Für den Fashion-Hype wurde sogar ein neues Wort geschaffen: „Athleisure“.

Sport meets Design – die Busy Bees sind in Bewegung

Der Trendbegriff Athleisure setzt sich aus der Kombination von athletic und leisure (Freizeit) zusammen. Yoga- und Trainingshosen oder atmungsaktive Tops werden nicht nur im Fitness oder im Pilates-Kurs getragen. Sie sind vielmehr Teil der Every-Day-Looks –  und im Job genauso salonfähig wie beim Aperitif am Abend.

Der Style passt in den Zeitgeist: Fitsein und Aktivsein sind zu Statussymbolen geworden. Die Athleisure-Bewegung ist mehr als ein Fashion-Trend, sie steht für einen ganzen Lifestyle. Sport, Fitness und gesunde Ernährung sind die Themen, die gerade gehypt werden. Dazu passt der Style perfekt. Überspitzt formuliert kann man es so sagen: Erst Yoga-Kurs, dann Shoppen und danach auf einen Drink mit den Girls – das alles muss ein und derselbe Look können.

Ausdruck der Sehnsucht nach Freizeit und Selbstbestimmung?

Die edel-entspannten Styles sind aber auch das Gegenkonzept zu Anzug oder Kostüm. Letztere haben als Sinnbild für den Überstunden-schiebenden, fremdbestimmten Karrieristen ausgedient. Und werden als konservativ und althergebracht wahrgenommen. Dresscodes verlieren immer mehr an Bedeutung. Selbstbestimmung zählt auch im modernen Business.

So bevorzugt die hochmobile, reisende Elite Styles, die gut aussehen und trotzdem lässig sind. Business-People tragen Sneakers und coole Jogginghosen aus Kaschmir auf dem Flug und arbeiten mobil im Café oder am Airport. Athleisure verkörpert vielleicht auch die Sehnsucht nach Freiheit und Freizeit. Work-Life-Balance ist nach wie vor ein großes Thema. Der Trend gibt uns das Gefühl im Freizeit-Modus unterwegs zu sein ­– und passt hervorragend zu dem veränderten Arbeitstrend.


Hip Hop Vibes inklusive – so funktioniert der Look

Beim Athleisure-Trend kombiniert ihr Sportmode mit Streetwear-Accessoires und macht diese so alltagstauglich. Ihr könnt also eine Gym-Hose im Print-Design mit einem weißen Shirt oder einem buntem Tank Top tragen. Den Look komplettiert ihr mit edlen Stiefeletten, einer Lederjacke und einer Clutch.

Oder ihr wählt einen schmal geschnittenen Retro-Trainingsanzug – dazu ein Shirt, cleane Sneakers und als i-Tüpfelchen eine Cap. Wem das too much ist, nimmt nur die Jacke als Highlight zu Jeans und Shirt. Oder ihr dreht es um und verleiht der Trainingshose mit Heels und einem edlen Top einen stylishen Touch. 


Prominente Förderer des Athleisure-Trends

Beyoncé: Sie hat ihre eigene Athleisure-Kollektion unter dem Namen IVY PARK auf den Markt gebracht.

adidas: Die Sportmarke gilt als Vorreiter. Bereits vor 10 Jahren kam adidas by Stella McCartney heraus, später kam StellaSport  dazu.  Die Kollektion besteht aus T-Shirts mit Animal-Prints oder College-Jacken aus Neopren-ähnlichem Material.

Nike: 2014 gründete Nike das Label NikeLab – eine Kooperation mit Designern, um Sportswear neu zu definieren,  bspw. mit Sweatshirts mit Netz-Volants und Plisséefalten am Rücken.

Stella McCartney, Alexander Wang: Designer kooperieren mit Sportmarken oder Modeketten wie H&M oder Topshop und kreieren stylishe Looks. Ebenso beeinflusst die Sportswear umgekehrt die „normalen“ Kollektionen der Designer. So finden sich Materialien wie Neopren oder Mesh in ihren Linien wieder.

 

Ana Alacazar goes Athleisure – mit der Sommerkollektion 2017 #Stargirl

Bei Ana Alcazar spielte der Trend beim Shooting für die aktuelle Sommerkollektion die Hauptrolle. #Stargirl Looks mischen edle Urban Fashion mit hippen Subculture Styles. Sehr edle Pieces wurden für die Kampagne mit extrem coolen Street Culture-Accessoires gestylt und von der Dance-Crew rund um Dancer & Street-Style Teacher Maxi Fesenmayer in Szene gesetzt. Lest doch gleich auch das Interview mit ihm.

Looks zum Nachstylen

Jumpsuits passen perfekt zum aktuellen Trendthema Athleisure. Kombiniert den Jumpsuit Floris mit einer rockigen Bluse, Nietengürtel und lässigen High Ankle Sneakers.

Auch Kleider kann man athletisch stylen: Cap, Kniestrümpfe, Sneakers – und das Off-Shoulder-Kleid Fidely wird zum sportlichen Hingucker.

DER Athleisure-Look: 7/8-Hose Gladine mit passendem Plisseetop Glady, Oversize Cap, sportiven Driver Gloves und top-angesagten Metallic Regenbogen Sneaker.


Athleisure ist seine Welt. 6 Fragen an Maxi Fesenmayer – Dancer und Street Style Teacher in München.

Hip Hop Inspired Athleisure Trends haben die Ana Alcazar Styles für die Kampagne Summer 2017 inspiriert. Maxi Fesenmayer war als Tänzer beim Shooting dabei. Er unterrichtet Street Style in München. Für euch habe ich mich mit Maxi unterhalten.

Welche Rolle spielen Hip Hop, Moves & Music in deinem Leben?

Maxi: Eine sehr große und wichtige Rolle. Seitdem ich ein Kind bin, war ich sehr auf Musik und Tanz fixiert – vor allem wegen Michael Jackson. Auch heute bestimmt Musik meinen Alltag und meine Stimmung. Oft rettet Musik auch meinen Tag. Ich bin von Klein auf mit Hip Hop, Soul und “schwarzer“ Musik aufgewachsen und zelebriere die Kultur täglich. 

Wie kamst du zum Tanzen? Hast Du Vorbilder aus der Szene, an denen Du Dich orientierst?

Maxi: Zum Tanzen kam ich durch Michael Jackson. Ich war als Kind so ein Hardcore Fan, dass ich sofort von meiner Tante (die selbst eine Tanzgruppe hat) in den Tanzunterricht gebracht wurde. Von dort nahm alles seinen Weg. Vorbilder hab ich viele – und ich hatte auch das Glück mit vielen davon schon zu arbeiten. Dazu gehören Marty Kudelka (Justin Timberlake, Janet Jackson), Rich n Tone (Michael Jackson, Madonna), Richard Jackson (Lady Gaga), Bob Fosse und viele viele mehr.

Maxi, Du unterrichtest bei der Dance Station Hip Hop (Streetstyle). Was ist Dir bei deinen Teilnehmern am Wichtigsten?

Maxi: Spaß in erster Linie. Die meisten Studenten tanzen zum Spaß, wenige wollen es professionell angehen. Somit steht der Fun im Vordergrund, die Bewegung und Musikalität. Ich denke, durch Tanz lernt man sich und seinen Körper wesentlich besser kennen und man kann auch an seinem Selbstvertrauen und an der Ausstrahlung arbeiten.

Wenn du selbst auftrittst, wie geplant ist dann deine Choreo? Gibt es überhaupt Spielraum für Improvisation?

Maxi: Oft gibt es Freestyle-Momente auf der Bühne, in denen man sich einfach frei bewegen kann. ich würde mich selbst als klassischen Choreografie-Tänzer beschreiben, somit ist das mein Safe Place. Aber ich mag die Improvisation und spontane Momente auf der Bühne.

 Was ist dein aktueller Lieblings-Song?

Maxi: Solange – Cranes in the Sky.

Wie war es für dich beim Ana Alcazar #Stargirl Kampagnen-Shooting dabei zu sein?

Maxi: Es war super cool. Es war das erste offizielle Shooting für mich mit meinem Schwager und ich konnte dabei noch viele meiner guten Tänzerfreunde mitnehmen. Ein Top Tag mit Top Leuten und klasse Bildern.

Maxi in Action

Hip Hop Masterclass mit Maxi

Maxi performed mit Justin Timberlake

Na dann, bleibt fly & flashy und in Bewegung. Wie findet ihr den Athleisure-Trend?

von

Meine Liebe zu Mode und Kommunikation hat mich zu Ana Alcazar gebracht – als Texterin & Konzepterin in der klassischen Werbung groß geworden, schreibe ich seit fast 10 Jahren für unser Münchner Designerlabel. Im Redaktionsteam bin ich für alle Corporate-Themen zuständig, außerdem befasse ich mich hier mit aktuellen Trends & meinem Herzensthema Gleichberechtigung,

1 Kommentar

  • Mariam says:

    Hmm, na ja. Für mich persönlich ist der Athleisure-Trend eher nichts. Da wird halt wieder die nächste Fashion-Sau durchs Dorf getrieben. Sieht man ja bei dem Lagerfeld-Zitat. Von wegen Modepapst: Auch nur ein trauriges Fashionvictim, dass jedem Trend hinterherläuft. Wenn er sich treu geblieben wäre, hätte man garantiert keine Jogginghose bei Chanel gesehen…

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