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Okt 12, 2014

Fashionmetropole Tokio

Jede Großstadt hat ihren ganz eigenen Charakter und ihren eigenen Charme. Ob London, New York oder Paris, es gibt überall einen ganz eigenen Style. Trotzdem sind es oft nur Nuancen die diese Städte neben ganz typischen Merkmalen voneinander unterscheiden. Berlin ist cool und lässig, Paris schick und ladylike und New York ist eine Mischung aus schick und innovativ. Kaum eine Stadt fällt dabei jedoch wirklich aus dem Rahmen und ich stelle euch heute eines der wenigen Beispiele dafür vor.

Die Rede ist von Tokio. Tokio ist geregelt und sauber. Die Ubahn kommt da nicht nur auf die Minute pünktlich, sondern auf die Sekunde. Trotzdem versuchen die Tokyoter auch gerne mal, etwas aus ihrer geregelten Welt auszubrechen und drücken das über ihre Kleidung aus. Bunt, schrill, kindlich und einfach abgefahren, das ist die Mode in Tokio selbst. In Tokio leben viel mehr Menschen, als es für diese Fläche gut wäre und so ist es oft nicht einfach, in dieser Menschenmasse überhaupt noch aufzufallen. Dafür greifen viele ganz tief in die Trickkiste, was Make up und Kleidung angeht und für uns Europäer mag das erst mal befremdlich wirken. Doch wie sieht es da bei Mode made in Tokio aus? Ist die ebefalls so ausgefallen, oder viel cleaner als wir vielleicht denken? Ich stelle euch heute zwei Designer aus Japan vor, die nicht nur in ihrer Heimat absolute Stars sind.

Yoji Yamamoto
Yoji Yamamoto ist wohl der bekannteste japanische Designer. Er selbst sagt über seine Mode: „Ich bin kein Modeschöpfer, sondern Schneider.“ und kann nach eigener Aussage Mode und Trends gar nicht mal wirklich leiden. Er verzichtet auf viele Farben und Accessoires und reduziert die Mode wieder auf das Wesentliche. Dabei kombiniert er traditionelle Kleidung mit zeitgenössischer Sportswear und schafft so seinen ganz eigenen, cleanen Stil. Seine Models tragen dabei meist flache Schuhe und sehr schlichte Make ups. Er setzt sein Augenmerk nicht auf Farben, sondern viel mehr auf Schnitte. Asymmetrie, Raffungen und voluminöse Kleidungsstücke ziehen sich dabei durch all seine Kollektionen. Yamamoto selbst lebte 20 Jahre lang in Paris und ist somit auch mit dem europäischen Markt sehr vertraut. Mittlerweile ist er jedoch in seine Heimat Tokio zurück gekehrt.

Fashionvictims an einer Tokyoter Kreuzung:

fashionmetropole tokio

Issey Miyake
Auch Issey Miyake ist ein bekannter japanischer Designer. Auch bei ihm dreht sich alles mehr um die Kombination aus Bekleidung und Design und nicht um den Begriff „Mode“. Charakteristisch für seine Kollektionen sind farbenfrohe Seidenstoffe und leichter Polyester. Miyake selbst hat sich schon immer für Stoffe interessiert und deshalb geht es bei seiner Mode auch immer wieder um Innovationen aus dem Textilbereich. Mittlerweile ist Miyake selbst nicht mehr als Designer aktiv und hat sich gänzlich der Textilforschung gewidmet. Das Label existiert aber nach wie vor, Issey Miyake selbst segnet die Entwürfe jedoch nur noch ab.

Posing im In-Viertel Shibuya:

posing fashionmetropole tokio

Was haltet ihr vom Tokio-Look? Kennt ihr japanische Designer? Mir waren die beiden die ich euch heute vorgestellt habe zwar ein Begriff, intensiv mit ihrer Mode beschäftigt habe ich mich aber bisher dann doch nicht. Den generellen Look auf den Straßen Tokios finde ich übrigens mehr seltsam als stylisch. Erwachsene Frauen, die sich wie kleine Mädchen anziehen, das kennen wir in Europa in der Form dann doch nicht.

Eure Anja

Bilder:
Perati Komson , Stephane Bidouze , Sean Pavone / Shutterstock.com

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Studentin und Bloggerin. Neben meinem eigenen Blog „Stylejunction“, den ich zusammen mit meiner Mitbewohnerin betreibe, bin ich seit Februar 2014 ein Teil des ana alcazar Teams. Was ich mag: Unifarbene Kleider und Oversize Cardigans. Was ich nicht mag: Aufgewärmte Trends wie Schlaghosen und Crop Tops. Auf dem ana Blog halte ich euch über die verschiedensten Trends und Looks auf dem Laufenden, verrate euch, wie ihr euch wie die Stars stylt und gebe Modetipps.

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