Dez 27, 2017

Zwischen Tradition und Avantgarde – Tokio erleben.

Unüberschaubar und gleichzeitig hochorganisiert, ein Wolkenkratzer neben einem 100 Jahre alter Schrein, Kabelsalat meets High-Tech – das alles ist Tokio. Die pulsierende Megametropole mit über 9 Millionen Einwohnern im Stadtbereich und ca. 35 Millionen Menschen in der Metropolregion ist der größte urbane Ballungsraum der Welt. Mit ihrer Vielfalt und der Koexistenz ihrer Gegensätze gilt die japanische Hauptstadt als eine der aufregendsten und abgefahrensten Cities der Welt.

Tokio bei Nacht

Tokio bei Nacht

Die Mentalität macht den Unterschied – Höflichkeit als oberstes Gebot.

Obwohl sich Tag für Tag in Tokio Menschenmassen bewegen, ist die Stadt Vorreiter in Sachen Verkehr, Sauberkeit und Sicherheit. Das beste Beispiel: Wenn ihr in Tokio unterwegs seid, wird euch auffallen, dass es keine öffentlichen Mülleimer gibt. Trotzdem sind die Straßen blitzblank und nirgendwo liegt etwas herum. Vieles erklärt sich, wenn man versucht, hinter die Kulissen zu blicken und die Tokioter genauer beobachtet. Dann erkennt man die besondere Mentalität. Ein japanisches Sprichwort besagt sinngemäß „Erst die Anderen, dann du.“ Und genau diese Haltung könnt ihr im Alltag ganz deutlich spüren. Japaner betrachten sich als Teil der Gemeinschaft. Sie sind sehr achtsam und nehmen Rücksicht auf ihre Mitmenschen. Bemerkenswert ist der ruhige und umsichtige Umgang untereinander. Alle halten sich an die Regeln. Ich habe mal auf einem Jutebeutel den Spruch gelesen „Schlage nicht gegen eine Wand, in der Hoffnung, daraus eine Tür zu machen.“ – das könnte ein Motto in Tokio sein.

Menschenmassen in Tokio

Jede Menge Menschen hier

Insgesamt wird viel und rege kommuniziert. Man hört oft das bestätigende Hei! – auf deutsch „ja“ – in Gesprächen. Damit zeigt man, dass man zuhört und bei der Sache ist. Ausdruck der besonderen  Höflichkeit ist auch die leichte Verneigung bei der Begrüßung. Niemand knallt das Wechselgeld einfach auf den Tisch, vielmehr wird es mit beiden Händen zurückgegeben – also fast schon überreicht. In der Rushhour verliert keiner die Geduld. Keiner drängelt sich vor oder reagiert aggressiv, wenn sich die Türen der U-Bahn öffnen und ganze Horden vom Salaryman – der Bezeichnung für männliche Angestellte – morgens auf den Bahnsteig treten. Vielmehr stellen sich alle genau da an, wo die Bahn hält – geordnet in einer Reihe.

Präzision pur – mit der Bahn durch den Großstadtdschungel und übers Land.

Diese effiziente Art ist ein weiterer Grund, warum die Bahn immer auf die Minute pünktlich ist. Und das, obwohl der Netzplan der Tokioter U- und S-Bahn auf den ersten Blick wie ein Irrgarten aus unzähligen Linien und Stationen aussieht. Das weltgrößte Nahverkehrsnetz transportiert täglich über 40 Millionen Passagiere und bietet mit Abstand die schnellste Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Dabei sind die Züge sauber und sehr komfortabel. Viele Fahrkartenautomaten haben übrigens eine Englisch-Taste, so dass ihr euch insgesamt gut zurechtfinden werdet.

Ideal für eine Stadtrundfahrt der besonderen Art ist die Yamanote-Linie. Die Ring-S-Bahn umrundet in einer knappen Stunde die Innenstadt. Dabei macht sie an 29 Bahnhöfen Halt. Eine gute Gelegenheit, sich die City bequem vom S-Bahn-Fenster aus anzuschauen.

Shinkansen im Hauptbahnhof Tokio

Der Shinkansen – eine Institution in Japan

Besonders luxuriös reist es sich in den sog. Shinkansen-Zügen der Japan Railways (JR) mit Spitzengeschwindigkeiten von über 400 km/h. Die raumschiffartig anmutenden, hochmodernen Züge verkehren zwischen großen Städten wie Fukuoka, Tokio oder Kyoto. Alle Sitze sind in Fahrtrichtung montiert und selbst bei 280 km/h Reisegeschwindigkeit ist es angenehm ruhig.

Ryokan oder Capsule Hotels – das ist hier die Frage.

Noch mehr Ruhe und Entspannung findet ihr in Tokio, wenn ihr euch für eine traditionelle Unterkunft entscheidet. Ich lege euch die Übernachtung in einem Ryokan ans Herz – so heißen die landesüblichen Unterkünfte mit Abendessen und Frühstück. In einem Ryokan zu verweilen, gehört zu den ganz besonderen Erlebnissen einer Tokio Reise, denn hier kann man japanische Umgangs- und Lebensweisen hautnah erleben. Die puristisch sowie ästhetisch eingerichteten Räumen dienen als Wohn-, Ess- und Schlafzimmer zugleich. Der Boden ist mit Tatami-Matten aus Reisstroh ausgelegt, im Zimmer stehen nur ein niedriger Tisch sowie zwei Stühle. Ein Bett sucht ihr vergebens – zum Schlafen wird abends hinter einer Reispapierwand ein Futon hervorgeholt und ausgerollt.

Ryokan in Tokio

Bequemer als Kapseln – Ryokans

Zieht beim Betreten des Raumes unbedingt die Schuhe aus. Das gehört in Japan in jedem Haus, in vielen Hotels und teilweise sogar in Umkleidekabinen von Läden zum guten Ton. Im Schneidersitz am Tisch sitzend, bekommt ihr erst einmal einen Tee.

Danach besucht unbedingt ein Onsen. Onsen – das ist Wellness auf japanisch: In einer Wanne oder einem Gemeinschaftsbecken nimmt man ein entspannendes Thermalbad, das bis zu 42 Grad heiß sein kann. Onsen findet ihr in Tokio und in Japan häufig, sie gelten als Orte der Entspannung und auch der freundlichen Kommunikation. Manche Gegenden in Japan sind bekannt für ihre spektakulären Onsen mit Blick auf die Berge – oft gespeist aus natürlichen heißen Quellen. Auch bei der Badezeremonie gibt es bestimmte Regeln, wie zum Beispiel die gründliche Wäsche vor dem Wannenbad. Im Ryokan genießt ihr nach der Wellness-Einheit das kunstvoll angerichtete, japanische Abendessen. Fast zu schön, um gegessen zu werden. Dazu gehören ein Aperitif und eine Suppe, als Hauptgericht Fisch oder Fleisch sowie Gemüsebeilagen oder Tofu und dazu Reis. Ein Früchtedessert schließt die Mahlzeit ab.

Onsen in Japan

Ein Onsen wird vorbereitet

Auf ganz andere Art typisch japanisch und doch das Gegenkonzept zum Ryokan sind die Capsule Hotels. Effizient, platzsparend und ergonomisch – das sog. Kapselhotel verdankt seine Erfindung der Tatsache, dass die Bahnen meist nur bis Mitternacht fuhren. Geschäftsleute, die naturgemäß lang und viel arbeiten und noch einen Dinner-Termin hatten, kamen nicht mehr nach Hause. So entstanden die pragmatischen Gästezimmer aus Kunststoff als kurzfristige Lösung für eine Übernachtung – konkret: Schlafkapseln, die ca. 2 Meter lang und 1,5 m hoch bzw. breit sind. In jeder Kapsel gibt es einen Fernseher, ein Leselicht, eine Lüftung und WLAN. Das Gepäck wird in einem Schließfach verstaut, größere Stücke könnt ihr an der Rezeption abgeben. Wenn ihr Lust habt und keine Platzangst, probiert es mal aus – die „Schlafwabe“ ist für eine Nacht zwischendurch ein echtes Erlebnis.

Meine Empfehlung: Capsule Hotels in Tokio

– Green Plaza Shinjuku Capsule Hotel -> Buchung & Info hier

– First Cabin (diverse in der Stadt verteilt) -> Buchung & Info hier

Tokyo Nihonbashi Bay Hotel -> Buchung & Info hier

– Global Cabin Gotanda -> Buchung & Info hier

– Nine Hours Shinjuko North -> Buchung & Info hier

Übrigens: Viele Caspule Hotels kann man auch bequem direkt über Booking.com buchen.

Capsule Hotel in Japan

Nichts ür Klaustrophobiker – die Capsule Hotels

Die gigantische Stadt von oben – schöne Aussicht garantiert.

Hoffentlich habt ihr gut geschlafen und seid bereit, Tokio von oben zu erleben. Tokio ganz zu erfassen, ist nahezu unmöglich. Aber auf einer der prominenten Aussichtsplattformen kann man einen erhabenen Blick riskieren.

Wie wäre es beispielsweise mit dem World Trade Center Building direkt neben dem Bahnhof? Als eines der ersten Hochhäuser, das in Tokio erbaut wurde, bietet es euch eine Aussichtsplattform mit dem klangvollen Namen Seaside Top – The World Trade Center Observatory. Für 620 Yen genießt ihr aus dem 40. Stock den Blick auf die Bucht von Tokio einerseits sowie Richtung Stadtzentrum mit dem Tokio Tower andererseits.

Wenn ihr noch höher hinaus wollt, besteigt den höchsten Turm Tokios. Der 2012 eröffnete Fernsehturm Tokio Skytree ist mit seinen stolzen 634 Metern das zweithöchste Bauwerk der Welt. Er überragt den Tokyo Tower um fast das Doppelte. Bei klarem Wetter könnt ihr von den beiden Aussichtsdecks auf Tokios Wahrzeichen der Neuzeit bis Yokohama und bis zum Fuji – Japans heiligem Berg mit perfekt geformter Schneekuppe – schauen. Wenn ihr keine Lust zum Anstehen habt, besucht einfach Tokyo Skytree Town – in dem Shopping-Eldorado findet ihr mehr als 300 Shops mit Fashion, Schmuck oder Süßigkeiten. 

Blick auf den Tokio Sky Tree

Blick auf den Tokio Skytree

An der Ostseite des Bahnhofs in Shibuya könnt ihr die Häuser auch von oben sehen. Im 11. Stock der Hikarie Sky Lobby habt ihr den perfekten Blick über die berühmte Kreuzung von Shibuya sowie den gesamten Stadtteil. Oder ihr begebt euch gleich ins Getümmel…

Grüne Welle für Menschenmengen – auf der Kreuzung Shibuya.

… aber Vorsicht: Selbst massenerprobte europäische Großstädter kommen in Tokio ins Schwitzen – durch Tokios Hauptbahnhof beispielswiese wuseln täglich 700.000 Fahrgäste, während im dortigen Hello-Kitty-Shop erwachsene Japanerinnen begeistert Handtaschen mit dem süßen Katzengesicht kaufen. Dennoch ist die Shibuya Kreuzung mit ihrer hohe Menschendichte ein Muss für alle Tokio-Besucher: Bei jeder Ampelschaltung in den Rushhour-Abendstunden überqueren bis zu 15.000 Passanten die Straße – ein einmaliges Bild, das sich besonders gut von der gleichnamigen Bahnstation aus mit der Kamera oder iPhone festhalten lässt. Wer gerne Bilder von oben machen möchte und dabei einen schnellen Kaffee trinken will, begibt sich einfach in den Starbucks gegenüber der Shibuya Bahn-Station. Und betrachtet das ewig gleiche Schauspiel auf der Kreuzung aus der Distanz.

Shibuya Crossing

Die berühmte Shibuya Kreuzung

Shopping – Tokio als Keimzelle von Fashiontrends.

Nach der Kaffeepause, könnt ihr in dem Viertel gleich bummeln gehen – endlos, wenn ihr wollte, denn die Auswahl in Shibuya ist überwältigend. Überhaupt könnt ihr in Tokio in allen Shoppingmeilen und Einkaufszentren eure Kreditkarte bis zum Anschlag strapazieren.

Tokio ist in Sachen Trends immer einen Schritt voraus. Hier könnt ihr ablesen, was eine Saison später in Europa en vogue sein wird. Speziell in Shibuya und in dem Hipsterviertel Harajuku könnt ihr euch schon vorab ein Bild machen. Dort ist Fashion allgegenwärtig, nicht nur, weil sich in der Takeshita-Straße ein Szene-Shop an den nächsten reiht. Hier finden fast täglich Shootings für Labels oder mehr oder minder bekannte Fashionblogs statt – die Wahrscheinlichkeit auf Models und Fotografen zu treffen, ist also hoch.

Menschen kaufen in Harajuku ein

Shopping in Harajuku

Besonders die jungen Japaner mit ihrer Leidenschaft für coole und individuelle Styles zieht es nach Harajuku. Die Streetstyles sind auffallend individuell. Alles sitzt perfekt, ist geschmackvoll auf den jeweiligen Typ abgestimmt und teilweise sehr originell. Häufig sieht man bei der Fashion-Crowd – bei Frauen wie Männern – sehr detailreiche Looks. Schönheit wird oft mit kawai, also „niedlich“-Aussehen gleichgesetzt. Auch gibt es hier alles, um sich mit Plateau-Heels und Kniestrümpfen für die Cosplay-Szene auszustatten. Durch die sich immer stärker entwickelnde Jugendkultur sowie die coolen Labels und extravaganten Boutiquen hat sich das Viertel zu einem der wichtigsten Modezentren Japans gemausert.

Im Ginza-Viertel – der teuersten Shoppingmeile – gibt es hingegen viele alteingesessene Geschäfte. Am Wochenende wird tagsüber die Straße für den Verkehr gesperrt. An der Kreuzung ragt Ginza Place heraus – architektonisch spannend – und mit Showrooms von Nissan und Sony. Hier haben sich auch die Flagship-Stores internationaler Nobelmarken niedergelassen – vergleichbar der 5th Avenue oder dem Champs-Elysées. Luxus pur lautet das Credo. Ganz in der Nähe liegt auch das Hauptgeschäft der Handelskette MUJI. Muji bedeutet übrigens „gute Qualitätsprodukte ohne Marke“. Genau wie in den MUJI Stores in Deutschland könnt ihr hier Möbel, ausgesuchte Mode und edle Küchenaccessoires kaufen.

Muji Store Japan innen

Auch in Deutschland bekannt: Muji

Für die Dinge des täglichen Bedarfs gibt es in Tokio 24 Stunden-geöffnete-Convenience Stores, die sog. Kombini. Neben Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Zeitungen bieten viele dieser kleinen Läden auch Dienstleistungen an. In den meisten Kombini gibt es einen Geldautomaten, einen Kopierer/Fax und die Möglichkeit, Konzertkarten und Flugtickets zu ordern.

Wo „Otakus“ ihr Glück finden – das Elektro-Mekka Akihabara.

Elektronik soweit das Auge reicht – in den breiten Einkaufsstraßen von Akihabara bieten Straßenhändler, kleine Läden und riesige Kaufhäuser ihre Waren an. Das Portfolio reicht vom Haushaltsroboter über Anime- und Manga-Figuren bis hin zu Tanzautomaten und Ersatzteilen. Hier werden Geeks – auf japanisch Otaku und Nerds auf der Suche nach den neuesten Spielereien fündig. Die Anime-Kaufhäuser in Akihabara sind wie geschaffen für die deutschen Otakus. Interessant zu wissen: Ab einem Kaufpreis von 10.000 Yen (ca. 80 Euro) könnt ihr hier zollfrei einkaufen.

Storm Trooper lebensgroß

Storm Trooper Alarm – Attacke der imperialen Armee in einem Animee-Kaufhaus in Akihabara

Heterogenes Nebeneinander: Tradition und Moderne inspirieren sich gegenseitig.

Elektronik-Trends einerseits, Ryokan andererseits – wohl in keiner Stadt liegen Tradition und Moderne so nah beieinander. Das zeigt sich in der Religion, in der Architektur und beim Rollenverständnis von Mann und Frau. So trefft ihr nur ein paar Meter vom Luxus-Viertel Ginza entfernt auf ein weitläufiges Schrein-Gelände, das einen prächtigen Shinto-Schrein umrundet.

Shinto-Schrein in Tokio

Shinto-Schrein in Tokio

Shintoismus ist eine Naturreligion, die ausschließlich in Japan verbreitet ist. Etwa 119 Millionen der japanischen Bewohner gehören dem Shinto an. Business-People oder Shopping-Queens finden am Schrein Zeit und Muße für ein kurzes Gebet. Besonders interessant ist dabei aber der fast spielerische Umgang mit dem Allerheiligsten: Durch Betätigen einer Klingel und zweimaliges Klatschen in die Hände wird der schlafende Gott geweckt. Manchmal kann man auch eine „Fortune-Karte“ ziehen. Wenn die Botschaft nicht gefällt, kann man die Karte einfach beim Schrein lassen und abschließend ein paar Yen in die Spendenbox legen.

Neben dem Shintoismus ist auch der Buddhismus weit verbreitet, diesem Glauben fühlen sich etwa 94 Millionen Japaner zugehörig. Ein sehr schöner Tempel ist der Sensoji (Asakusa Kannon Tempel). Im Jahre 645 gegründet, zählt er zu den ältesten in ganz Tokio.

Kirschblüte beim Sensoji-Tempel

Kirschblüte beim Sensoji-Tempel

Auch architektonisch existiert Verschiedenes nebeneinander – Hochhäuser neben Hütten, buddhistische Tempel neben Konsumtempeln. Ein beeindruckendes Beispiel für Tokios neue Architektur zeigt sich in dem Asakusa Culture Tourist Information Center. Auf acht Stockwerken schuf der Architekt Kengo Kuma eine Art Turm. Die Optik ist scheinbar ein beliebiges Durcheinander von verschachtelten Holzhütten, spiegelt aber das Miteinander von Alt und Neu sinnbildlich wider. Für mich ein gelungenes Bild von Tokio, das soviel zulässt und in dem soviel in Bewegung ist. Auch, wenn die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau nach wie vor sehr traditionell ist. Frauen verdienen vor allem in der Wirtschaft deutlich weniger als Männer und managen nach der Heirat ausschließlich die Familie.

Asakusa Culture Center

Architektonisch interessant & beliebtes Fotomotiv: Das Asakusa Culture Center

Karaoke-Fans und Food Lovers.

Wenn es Nacht wird in Tokio, beginnt der bunte Tanz der Neonreklamen. Genau der richtige Moment, um das Lieblingshobby vieler Japaner selbst einmal auszuprobieren: Karaoke. Eine ganze Reihe an Karaoke-Anbietern findet ihr in Shibuya. Anders als in Deutschland könnt ihr eine einzelne Box mieten und ungestört in ausgesuchter Runde mit Freunde oder Familie euer Talent unter Beweis stellen.

Ramen Streetbar in Tokio

Hmm… Ramen Streetbar in Tokio

Im Anschluss könnt ihr den Tag mit einem guten Abendessen bei Sake oder Bier ausklingen lassen. Denn wer gern isst, befindet sich in Tokio in bester Gesellschaft. Japaner sind absolute Food Lovers. In der japanischen Hauptstadt gibt es insgesamt über 80.000 Restaurants, darunter unzählige Sterne-Restaurants. Fast überall werden die Gerichte auf Tafeln gezeigt – teilweise mit englischen Texten. Egal, ob ihr euch für Yakitori (Hühnchen-Spieße), Udon oder Ramen (verschiedene Nudelsuppen), Okonomiyaki (Pfannkuchen) oder Tempura (Meeresfrüchte und Gemüse) entscheidet, ihr trefft immer eine schmackhafte Wahl. So gestärkt könnt ihr am nächsten Tag noch viel, viel mehr in Tokio entdecken.

Noch ein Tipp zum Schluss: Die schönste Reisezeit ist natürlich die Kirschblütezeit Ende März bis Anfang April – eine eigene Saison in Japan mit hoher Symbolkraft: Denn die Blüten stehen für Schönheit, Neuanfang aber auch Vergänglichkeit. So geschmückt sieht die City-Skyline einfach bezaubernd aus.

Was ihr auf keinen Fall verpassen solltet.

Tsukiji-Fischmarkt

Nur noch bis Mai 2018 habt ihr die Chance, den größten Fischmarkt der Welt in seiner jetzigen Form zu besuchen. Am besten frühmorgens. Denn schon um 5 Uhr beginnt täglich außer sonntags die legendäre Thunfisch-Auktion. Ab Mai 2018 soll der Markt dann in neue Gebäude umziehen.

Tokio Anime Center

Alles rund um die beliebten Manga- und Anime-Figuren sowie Filmausschnitte und Figuren in Lebensgröße könnt ihr hier entdecken.

 Maid Cafés in den Straßen von Akihabra

Für Cosplay-Interessierte und Anime-Fans: Wie der Name schon sagt, sind die weiblichen Bedienungen in den Lokalen als Magd oder Dienstmädchen verkleidet. Man zahlt in den Maid Cafés nicht nur für Essen und Getränke, sondern auch für die Tischmiete. Für ein Polaroid mit den Kellnerinnen zahlt man extra.

Tsukiji Fischmarkt

Tsukiji Fischmarkt

Maid vor Maidcafe in Tokio

Auf Wiedersehen in Tokio!

Tokio, Tokio – ich habe versucht, euch ein paar Einblicke zu geben. Tokio ist so vielfältig, man muss sich selbst auf die Reise machen. Immer wieder. Wenn ihr schon mal da wart oder einen Trip plant, schreibt mir gern von euren Erfahrungen. 

Christine

von

Fashionista und Schreiberin, die für Euch auf die Jagd nach guten Looks, spannenden Trends und neuesten Style-Inspirationen geht. Und zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen von Ana Alcazar wirft, um über People, Shootings und den ganz normalen Wahnsinn eines kreativen Labels zu berichten.

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