Okt 11, 2018

Check the „checks“! Karo-Muster inspirieren die Stadt.

Baby, Baby – One More Time! Nachdem Karo schon 2017 die Runways und Streetstyles eroberte, legt das quadratische Muster jetzt nochmal nach und zeigt sich 2018 von seiner wilden und bunten Seite. Ob als Glencheck-, Tartan- oder Vichy-Variante, zweifarbig oder kunterbunt, Mantel, Kleid oder Hose – quadratische Muster lieben es im Herbst und Winter vielfältig wie nie.

Das Update heißt: Vielfalt

Karos, Karos, nichts als Karos – soweit das Auge reicht. Modisch springen wir jetzt augenscheinlich im Viereck. Zuerst zeigten Labels wie Stella McCartney oder Céline auf den Laufstegen der internationalen Fashion-Weeks das Karo-Motiv. Dann eroberte es die Straßen und sämtliche Instagram-Feeds. Das angesagte Muster des Herbstes könnt ihr als Akzent tragen, um einer schlichten Silhouette das gewisse Etwas zu geben. Oder als Komplett-Look mit starker und extrem selbstbewusster Note. Viele der Prints erinnern an das häufig zitierte Schotten-Muster, das in diesem Jahr neu interpretiert wird. Tartan, wie die farbige Karo-Variante heißt, kommt mit ganz neuen Color-Kombinationen auf coolen Oversize-Mänteln, maskulinen Zigaretten-Hosen oder cleanen A-Linien-Röcken. Aber auch andere Formen wie Vichy oder Hahnentritt sind aus den Kollektionen aktuell nicht wegzudenken. Aber der Reihe nach. Denn es gibt verschiedene Formen der viereckigen Muster-Favoriten. 

Kleines Muster-Einmaleins: Karo ist nicht gleich Karo.

Soviel schon mal vorweg – diese Saison gibt es nicht ein Karomuster, das alle anderen hinter sich lässt. Sondern es ist Spielraum für viele verschiedene Formen. Hier ein kleiner Überblick über alle Facetten von Karo, die ihr in den Kreationen der Labels findet:

Vichykaro oder Gingham-Muster – gilt als der Klassiker unter den Karos. Ihr findet es häufig bei Trachtenhemden oder bei Landhaus-Looks. Mit seinem verspielten Charme verzauberte Gingham uns letzten Sommer auf vielen Kleidern.


Hahnentritt – diese Karo-Variante verdankt ihren Namen ihrer Form mit den verlängerten Ecken, die aussieht wie der Abdruck eines Hahnenfußes auf Sand. Das Muster, das wie so viele Webtechniken aus Schottland stammt, wurde mit der revolutionären Nachkriegskollektion von Dior auch für Frauen salonfähig. Heute steht es für Eleganz.

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It’s cold outside baby #PFW 📷 @mikeeip

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Pepita – die kleine Schwester des Hahnentritts. Aber mit einem feinen Unterschied: Aus den Fußabdrücken des Huhns im Hahnentritt werden im Pepitamuster kleine Windräder.


Tartan – Ob Blau, Rot, Gelb, Grün, Braun oder eine Mischung aus unterschiedlichen Farben, Tartan – übrigens auch als Schottenkaro bekannt – ist sicherlich das Farbenfrohste unter allen Karomustern. Und überzeugt mit seinem Preppy-Esprit.

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Hot n’ Cold #PFW 📷 @mikeeip

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Glencheck – das Muster mit der Wortkomposition aus „glen“ wie „Bergtal“, und „check“ für „Karo stammt aus den schottischen Highlands. Mit seinem maskulinen Business-Charme passt es auf Blazern oder als Blazer-Rock-Kombi perfekt ins Office. Das coole Karomuster lässt sich mit lockeren Shirts und Jeans auch lässig für den Alltag stylen.


Argyle -Das Argyle-Karo kennt man von den bekannten Burberry-Socken. Auch dieses Muster kommt ursprünglich aus Schottland und hat sich aus dem Tartan eines Clans aus dem Ort Argyll entwickelt. Populär wurde das Muster nach Ende des Ersten Weltkrieges vor allem durch Strickwaren des Unternehmens Pringle of Scotland.

Powerdressing und Karos – perfekt für starke Frauen

Warum lieben wir Karos gerade jetzt so sehr? Karos sind durch ihre kantige Grundform und ihre Klarheit einfach ein deutliches Statement. Kein Wunder, dass sie sich häufig im Umfeld starker Frauen finden. Sie sind der ideale Fashion-Partner für angesagtes Powerdressing. Überhaupt ist Energie in diesem Zusammenhang ein gutes Stichwort: Haltung zeigen, für seine Sache einstehen und dabei feminin, farbenfroh und selbstbewusst Position beziehen. Auch für die Freude an Mode. Dafür sind Karos mit ihrer Mischung aus Symmetrie und dem Spiel mit Räumen wie geschaffen. Besonders dann, wenn sie sich selbst neu erfinden und mit Farben oder Mustern im Mix experimentieren. Ein bisschen erinnert der aktuelle Karo-Hype auch an die Mode der Grunge-Bewegung der 90er – geprägt von Bands wie Nirvana und Pearl Jam. Damals war das großquadratische Karomuster im Holzfäller-Style Ausdruck eines revolutionäre-alternativen Lifestyles.



Alles nur nicht kleinkariert!

Statt kleinkariert zeigen sich die Karos jetzt  von ihrer großzügigen Seite – was man besonders bei den vielen Glencheck-Looks feststellen kann. Rustikale und große Vierecke liegen im Trend. Im Team mit dem Grunge-Chic und flauschigen Flanell-Pieces wirken die quadratischen Lieblinge spannend und moderner denn je. Weniger sieht man diese Saison Vichy und Pepita in der kleineren Ausführung.

Wildstyle: Karo auf Karo

Ein unschlagbares Team: Traut euch ruhig und stylt unterschiedliche Karo-Formen miteinander. Die Devise „Erlaubt ist, was gefällt.“, die wir von den Muster-Mixes des Sommers kennen, könnt ihr im Winter mit Karos fortsetzen. Achtet beim Kombinieren aber unbedingt darauf, dass ihr in einer Farbfamilie bleibt.

Tipp: Karos im Allover-Look passen perfekt zu großen, schlanken Frauen. Kleinere Frauen greifen lieber zu unifarbenen Basics und tragen diese mit einem einzigen auffälligen Karo-Teil. Bestes Beispiel: Ein schwarzer Longblazer und ein schlichtes Top zur Karo-Hose mit spitzen Boots. Das ist auch im Business ein starkes Statement.

Hochwertige Accessoires wie Clutches, Heels oder Statement-Schmuck sowie Materialien wie Lack, Leder und Samt können effektvolle Kontraste setzen. So geht eure quadratische Gleichung auf.

Ana Alcazar loves Karo, too.

Auch wir bei Ana Alcazar finden: Karo ist Trumpf. Schaut euch gleich mal bei uns im Online-Shop um. Dort findet ihr edle Zweiteiler in Glencheck-Optik, Anoraks in Hahnentritt, der auf Kleidern knallbunt daherkommt, lässige Zweiteiler mit großformatigem Karos, Kleider mit Grunge-Karos oder Miniröcke im rebellischen Tartan-Design in unserer eigens dafür eingerichteten Rubrik >> Karo-Styles!

Wie findet ihr den Mega-Karo-Hype? Seid ihr schon auf der quadratischen Linie unterwegs? Ich freu mich auf eure Statements in den Kommentaren.

Christine

von

Fashionista und Schreiberin, die für Euch auf die Jagd nach guten Looks, spannenden Trends und neuesten Style-Inspirationen geht. Und zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen von Ana Alcazar wirft, um über People, Shootings und den ganz normalen Wahnsinn eines kreativen Labels zu berichten.

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