Okt 25, 2018

Big White Winter Wedding – Tipps für eine gelungene Winterhochzeit.

Die klassische Wedding-Season startet im Wonnemonat Mai und hält bis September an. Wenn ihr Freunde habt, die Hochzeitsphotographen oder Wedding Planner sind, sind diese wirklich jedes Wochenende unterwegs. Besonders im Juli ist Hochsaison: Hier wurden 2017 knapp 60.000 Ehen geschlossen – von 400.000 in ganz Deutschland (siehe Statistisches Bundesamt) Da ist auch der Ansturm auf passende Locations und Dienstleister auf dem Höhepunkt. Also – warum nicht über eine Winterhochzeit nachdenken? Denn sie ist alles andere als die zweite Wahl und wird nicht umsonst immer beliebter. Ein großer Pluspunkt ist, dass ihr in der Nebensaison nicht nur schneller einen Termin bekommt und die Preise wegen der geringeren Nachfrage deutlich günstiger sind. Die besten Monate für eine Winterhochzeit sind Januar oder Februar. Denn in der Vorweihnachtszeit oder an Silvester sind Freunde und Familie meistens ziemlich eingespannt.

 

Was ist anders in der kühlen Jahreszeit?

Wenn ihr Glück habt, liegt über der Landschaft eine weiße Schneedecke, kunstvolle Eisblumen ranken sich über die Fenster, Menschen rücken näher zusammen und es wird insgesamt mehr dekoriert, Glühwein getrunken und Lebkuchen gegessen. Der Winter ist die Jahreszeit, in der wir teilweise emotionaler werden – denkt nur an Weihnachten und Silvester. Das alles macht den Winter zu einem idealen Zeitpunkt für euren schönsten Tag im Leben. Ein paar Dinge solltet ihr aber beachten, damit euer Fest gelingt.

Risikofaktor Wetter

Kaltes Wetter ist einer der meist genannten Gründe, warum eine Hochzeit im Winter für viele nicht in Frage kommt. Dabei kann sie ein Vorteil sein. Denn eure Winterhochzeit wird definitiv in einem Raum stattfinden. So gesehen seid ihr im Winter viel unabhängiger vom Wetter als im Sommer. Denn bei einer Gartenparty kann euch plötzlicher Regen einen Strich durch die Rechnung machen. Ob es draußen schneit und stürmt kann euch egal sein, wenn die Feier in einem warmen Saal stattfindet – vorausgesetzt natürlich, die Gäste werden nicht durch Schneestürme von der Anreise abgehalten.

Anreise und Transport zwischen den Locations

 Wettercheck empfehlen: Ich habe es selbst schon erlebt, dass es bei der Anreise zur Hochzeit einer Freundin gestürmt und geschneit hat. Auf der Autobahn ging nichts mehr und so kamen wir gemeinsam mit der Brautmutter viel zu spät zum Standesamt. Da es sich in diesem Fall um ein sehr kleines Standesamt handelte und viele Gäste auf den verschneiten Straßen festhingen, konnte das Brautpaar in einem Gespräch mit dem Standesbeamten den Termin etwas nach hinten schieben. Prinzipiell ist es in jedem Fall gut, die Gäste schon in der Einladung zu bitten, das Wetter im Blick zu behalten und, falls möglich, früher loszufahren.

Kurze Wege wählen: Je näher das Standesamt oder die Kirche und die Location für die Party beieinander liegen, umso besser. So minimiert ihr das Risiko von Problemen durch Schnee- und Eisglätte.

Kutschfahrt oder Schlittenfahrt: Was passt besser zum Winter als eine Kutsch- oder Schlittenfahrt durch die glitzernde Schneelandschaft.

– Wetterschutz bereitstellen: Ein paar Extradecken, Regenschirme oder Handwärmer, die ihr an eure Gäste ausgeben könnt, schaden nicht. Manchmal ist auch der Wartebereich vor dem Standesamt – besonders in kleineren Orten – nicht ausreichend beheizt.

Tipp: Fahrdienst organisieren. Je nachdem, wo ihr feiert, kann es sinnvoll sein, für die Gäste einen Fahrservice zu buchen. Das macht vor allem bei einer Hochzeit in den Bergen Sinn. Ortskundige Fahrer bringen die Gäste sicher von Ort zu Ort. Und der gemeinsame Transfer bringt schon vorweg gute Stimmung unter den Geladenen.

Die Location.

Je nach Art der Hochzeit, die ihr plant, kann das natürlich jede Party-Location in der Stadt oder auf dem Land sein. Während ein Fest in der Stadt im Winter schnell matschig und grau werden kann, ist ein Gutshof im Umland, ein Landgasthaus oder ein kleines Schlösschen sicher die romantischere Umgebung.

Dies gibt euch die Möglichkeit, auch den Außenbereich mitzugestalten und in die Feierlichkeiten einzubeziehen. So könnt ihr einen Glühweinstand aufstellen – oder evtl. vorhandene Pavillons dafür nutzen. Feuerkörbe und Schwedenfeuer schaffen eine besondere Stimmung. Und schaffen auch Ausweichmöglichkeiten für alle, denen es auf der Tanzfläche zu laut oder zu eng wird.

Tipp: Viele der ländlichen Locations sind im Winter deutlich günstiger. Es lohnt sich hier zu recherchieren und nachzufragen, welche Konditionen möglich sind.

Wie soll der Stil eurer Hochzeit sein?

Glamourös: Oft gibt das Ambiente selbst schon den Look einer Hochzeit vor. Feiert ihr beispielsweise in einem Landhaus, könnt ihr den Weg oder die Auffahrt mit Fackeln beleuchten. Manchmal gibt es bei solchen Locations auch einen Raum mit offenem Kamin oder eine Art Ballsaal. Gibt es im Park ein Pavillon steht, könnt ihr diesen für einen Sektempfang nutzen.

Rustikal: Wenn ihr es bodenständiger liebt, ist eine Hütte in den Bergen oder eine ausgebaute Scheune der ideale Rahmen für eure Traumhochzeit. Hier könnt ihr entweder traditionell feiern oder mit Deko und Dresscode einen spannenden Gegensatz schaffen.

Tipp: Egal, wie ihr feiert – denkt immer daran, gleich Zimmer für die Übernachtungsgäste zu buchen.

Dekoideen für den Winter

Zweige, Nüsse, Vanillestangen, Winterfrüchte – die kühlere Jahreszeit bietet viele Inspirationen für ein stimmungsvolles Ambiente. Im Außenbereich könnt ihr Deko-Elemente aus Eis nutzen, um die Location in Szene zu setzen. Für ein stimmiges Gesamtbild könnt ihr die Farbnuancen des Brautlooks in die Deko, beispielsweise in die Farben der Servietten, einfließen lassen.

Wer kühlere Farbtöne bevorzugt, wählt Weiß und Silber als Basis. Dazu könnt ihr dann mit Pastell-Nuancen wie Rosé oder Babyblau oder mit Türkis Akzente setzen. Die warme Farbvariante ist Gold. Traditionell passen Rot und Tannengrün sehr gut dazu. Wer es dezenter bevorzugt, kombiniert verschiedene Brauntöne.

Tipp: Kerzen schaffen immer Atmosphäre – zumal in der dunkleren Jahreszeit. Ob eure Wahl auf Teelichter oder prunkvolle Kerzenleuchter fällt, hängt von dem Gesamtbild ab. Das sollte natürlich stimmig sein.

Das Festmahl – passend zur Jahreszeit

Bei Winter-Menüs denken viel zuerst an Gansbraten, Wild oder Geflügel. Doch auch Fisch eignet sich wunderbar für ein Festessen – egal, ob als Vorspeise oder als Hauptgericht. Das gleiche gilt für Pilzgerichte oder vor allem im Herbst Kürbis in allen Varianten. Alles in allem könnt ihr im Winter aus dem Vollen schöpfen und müsst keine leichten Sommermenüs kredenzen. Ein Bratapfel als Zwischengang trägt schon allein wegen seines Duftes zur festlichen Stimmung bei.

Tipp: Legt auf den Tischen dekorative Tütchen mit gebrannten Mandeln oder Maronen aus.

Der perfekte Style für die Braut

Soviel schon mal vorweg – besonders der Bräutigam hat im Winter ein Problem weniger: Im Gegensatz zum Sommer kommt er im schicken Anzug nicht ständig ins Schwitzen. Mit elegantem Mantel und Schal und passenden – gern auch etwas derberen – Schuhen sind Männer bestens gekleidet.

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Beim Style für die Braut ist es etwas komplizierter. Aber schon kleine Details helfen, um nicht zu sehr zu frieren. Achtet beim Kleid auf die Wahl des Materials, das kann schon einen großen Unterschied machen. Mit ein paar weiteren Details lässt sich der Look halbwegs „winterfest“ machen:

– Bei einem langen Prinzessinnenkleid einfach eine weiße, blickdichte Strumpfhose unterziehen – die sieht niemand.
– Für Wege, beispielsweise vom Standesamt zur Location, stylishe, weiße Fell-Boots oder Stiefel mit Fellbesatz tragen.
– Erst auf der Feier selbst, die High Heels oder Pumps anlegen.
– Coole Fake Fur-Jacken wärmen nicht nur, sondern verleihen dem Look das gewisse Etwas. Aber auch eine Bolero-Jacke oder eine edlere Strickjacke können sehr schön aussehen.
– Für das Fotoshooting im Freien könnt ihr ein Cape tragen – besonders vor romantisch-ländlicher Kulisse oder mit Pferdekutsche kann das extravagant wirken.
– Unbedingt an passende Handschuhe denken!

Tipp: Bei dem kalten Wetter einfach auf gekonntes Layering setzen und damit nicht nur der Kälte eins auswischen, sondern auch stylishe Akzente setzen.

Und noch was: Ein klarer Winter-Vorteil ist, dass die kältere Jahreszeit euch mehr Spielraum bei der Wahl der Farben gibt. Ich selbst würde am liebsten in einem dunkelroten Kleid im Puszta-Style heiraten. Feierliches Bordeauxrot, schimmerndes Eisblau oder auch stimmungsvolles Grün – der Winter gibt euch freie Hand auch und gerade für stärkere Töne.

Tipp: Auch der Brautstrauß muss nicht in Crème und Weiß sein – wer will, entscheidet sich für eine Kombination in kräftigem Rot.

Alle Vorteile einer Winterhochzeit

Mehr Atmosphäre geht nicht – der Winter gibt euch viele Möglichkeiten, ein rauschendes Fest in romantischer Atmosphäre zu gestalten und zu erleben. Selbst ohne Schnee – Schneegarantie gibt es wohl nur in den Bergen! – könnt ihr ein einzigartiges Flair schaffen. Das ist sicher eine Überlegung wert. Hier nochmals die besten Argumente für die cold season:

– Eure Chance, die begehrteste Location zu bekommen ist hoch – im Sommer wäre diese vermutlich überlaufen.
– Überlegt euch doch, die Feier auf mehrere Tage zu erweitern – im Winter erhaltet ihr auf jeden Fall Sonderkonditionen.
– Ihr erhaltet euren Wunschtermin.
– Wedding-Planner, Hochzeitsfotografen und DJs sind gut verfügbar.
–  Ihr seid wetterunabhängig, da die Feier im Innenraum stattfindet.
– Ihr spart insgesamt Kosten.

Lust, im Winter zu heiraten? Ich hoffe, ich konnte euch ein paar praktische Tipps geben und euch auf gute Ideen bringen. Freu mich auf eure Beiträge in den Kommentaren.

Christine

von

Fashionista und Schreiberin, die für Euch auf die Jagd nach guten Looks, spannenden Trends und neuesten Style-Inspirationen geht. Und zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen von Ana Alcazar wirft, um über People, Shootings und den ganz normalen Wahnsinn eines kreativen Labels zu berichten.

1 Kommentar

  • Avatar Sebastian says:

    Ich habe in meinen Winterskiurlauben nun so einige Winter-Hochzeiten miterlebt. Einfach nur klasse und schön! Echt zu empfehlen, toller Artikel. LG Seb

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