Nov 19, 2013

Mailand, Weihnachten und Shopping

So, Ihr Lieben – ich habe lange in Mailand gewohnt. Deshalb dachte ich, ich erzähle Euch heute mal, wo es sich in der Stadt der Mode am besten shoppen lässt:

Mailand ist mehr als Dom. Mailand ist Shopping. Eleganz. Großstadt at it’s best (and worst, sometimes. Was ich damit meine? Ganz einfach: Lasst Euer Auto stehen, denn – wie es das Klischee verspricht –  gelten im Mailänder Verkehr keinerlei Regeln. Rote Ampel? Interessiert keinen Menschen. Zusätzlich zur Ampel wird ein Verkehrspolizist postiert, bringt aber auch nicht wirklich was. Das nur am Rande, daher – LASST EUER AUTO STEHEN und nehmt die hüsche alte Tram!)shutterstock_TramMilano

Jedenfalls – rund um den Domplatz im Zentrum von Mailand geht’s schon los mit den Verführungen. Die großen Fußgängerpassagen sind die Via Dante und Corso Vittorio Emanuele. Das bedeutet,  zwischen dem Castello Sforzesco und dem Domplatz bis Piazza San Babila sind die schönsten Fashion-Stores.

Auch Mailand hat es übrigens, das profane Kaufhaus. Aber in Mailand ist das nicht wirklich ein Kaufhaus, „il Rinascente“ ist so viel mehr.  Das „Rinascente“ (Via Santa Redegonda 3) ist ein Erlebnis für alle Sinne, denn jede Etage ist ein Ereignis für sich – und alleine die Kosmetikabteilung ist einfach nur riesig. Die Öffnungszeiten bis 23 Uhr tun ein Übriges, den Geldbeutel zum Schwitzen zu bringen. Und zur Belohnung nach erfolgreichem Shopping geht’s auf die wunderbare Dachterrasse zum Schlemmen und Prosecco-Schlürfen. So muss Italien sein.

Besonders sehenswert ist jedoch die Galleria Vittorio Emanuele mit ihrer wundervollen Glaskuppel; dort präsentiert sich alles, was Rang und Namen hat. Stuck, Fresken, Marmor, Glas, und im Zentrum ein Oktagon von 39 Metern Durchmesser, von dem die „Einkaufsmeilen“ weggehen.shutterstock_Galleria

In unmittelbarer Nähe zur Gallerie  liegt auch die Mailänder Skala, deren Besuch natürlich ein Muss ist.

Es gibt auch ein wirkliches „Mailänder Modeviertel“, „Quadrilatero della Moda“ genannt, und das ist hier: Via Montenapoleone, Via Andrea, Via Gesù, Via Borgospesso und Via della Spiga. In diesen Straßen können sich Fahionistas auf den neuesten Modestand bringen, der Sparstrumpf sollte jedoch gut gefüllt sein, denn hier wird’s teuer.

Doch auch in Mailand gibt es ein Outlet-Geheimtipp:  „Il Salvagente“.  Die Niedrigpreise sind in diesem Laden (ist wirklich „nur“ ein Laden) tatsächlich Niedrigpreise: Via Fratelli Bronzetti 16.

Für den Abend, und auch für tagsüber:

Mein persönlicher Lieblingsladen in Mailand war immer: corsocomo10.

Wie soll man dieses Konzept erklären? Lifestyle und Fashion in höchster Konzentration, das „Corsocomo“ ist Fashion-Store, Kunst, Bücher, haute cuisine, und immer alles nur vom Feinsten und niemals 08/15. So etwas findet man eben nur in einer wirklichen echten Großstadt (Adresse lautet wie der Name – ist das nicht praktisch?).

 Zum Ausgleich bietet sich dann für den Samstag der Flohmarkt in der Viale Papiniano 1 an. Von 10-18 Uhr lässt es sich hier bummeln und dem Geldbeutel eine winzige Schonpause gönnen.

Let’s Party:

Wem abends noch nach feiern ist, der starte doch in den „Navigli“. Die Navigli sind Mailands „Klein-Venedig“, künstlich angelegte Kanäle, an deren Ufern einst Arbeiter und Handwerker ansässig waren. Heute ist es DAS „In-Viertel“. Künstler leben und arbeiten hier, besondere kleine Läden gibt’s auch, Konzerte finden hier statt…Natürlich gibt’s auch romantische kleine Restaurants, aber auch richtig coole Jazz-Clubs. Lasst Euch treiben. Und seid so gegen 17 Uhr vor Ort, dann bieten die ganzen netten kleinen Bars den sogenannten „Aperitivo“ – tolle Sache! Einen Cocktail muss man zahlen, und dann kann man sich zusätzlich am Büffet den Magen vollschlagen. Ich warte seit Jahren, dass dieser Trend nach Deutschland überschwappt.

Wer’s schicker mag am Abend, gehe in den Gattopardo. Ein riesiger Kronleuchter, und eine Stimmung wie aus einer anderen Zeit, aber abgefahren. Muss  man gesehen haben.

Der Klassiker in Mailand für den Partyabend ist aber immer noch das „Oldfashion“. Coole happy House-Beats und, wenn man früh genug da ist, gibt’s auch hier noch Büffet, natürlich im Preis inbegriffen. Hier kann man partymäßig wirklich nix verkehrt machen.

Was die Übernachtungspreise angeht, machen wir uns nix vor. Mailand ist teuer. Aber es lohnt sich, direkt in den Hotels nachzufragen, das ist oft billiger als im Vorhinein zu buchen.

Bei der Anreise lässt sich zudem sparen, wenn man nach Bergamo fliegt, und  nicht direkt nach Mailand. Die Transfers von Bergamo nach Mailand sind ausgezeichnet, wenn nicht gerade der berühmte italienische „sciopero“ [Streik] herrscht.

signatur

 

 

Fotos by Elisa Locci, Conde, Pcruciatti/shutterstock.com

 

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