Feb 10, 2014

Kleidertypen: Eine kleine Übersicht

Aktualisiert am 5. Dezember 2017

Kennt ihr das auch: Ihr wollt von einem Kleid erzählen, das ihr auf eurer letzten Shoppingtour entdeckt habt oder das ihr euch vor kurzem gekauft habt, aber so recht fehlen euch die Worte, um es zu beschreiben? Allen von euch mögen einige mehr oder minder schmeichelhafte Bezeichnungen für Figurentypen im Gedächtnis sein, die uncharmanter Weise meist auf diverse Obst- und Gemüsesorten Bezug nehmen, aber Kleidertypen jenseits von „Kleinem Schwarzen“ oder unspezifischem „Jerseykleid“?

Damit es euch in Zukunft nicht mehr die Sprache verschlägt, wenn ihr euren neuen Liebling von Ana Alcazar beschreiben mögt, haben wir eine kleine Liste für euch zusammengestellt, mit der wir euch durchs Alphabet der Kleidertypen führen.

Alle wichtigen Kleidertypen von A-Z

A-Linie

Als A-Linie werden recht buchstabenmalerisch jene Kleider bezeichnet, die schmale Schultern haben, deren Kontur sich dann jedoch fortlaufend bis zum Saum weitet – ganz wie es beim Großbuchstaben A der Fall ist. Der A-Linie-Schnitt ist einer der meistgenutzten im Fashionbereich, vor allem im Business-Segment.

H-Linie

Auch hier hat der Buchstabe Pate für den Namen gestanden: Er bezeichnet ein Kleid, das gerade und tendenziell schmal geschnitten ist und das am Knie endet. Gelegentlich firmiert es auch unter dem Namen Pencil, also Bleistift, und ist eine der modischen Ikonen der 60er Jahre.

I-Linie

Mit dem „I“ ist es wie mit dem „H“, allerdings reicht das I deutlich tiefer als das nach seinem vorstehenden Buchstaben benannte Modell, meist gar bis zum Boden. Endet die I-Linie am Boden nicht schmal, sondern kommt ab dem mittleren Schienbein ausladend in Volants oder Rüschen spricht daher, man vom Mermaid-Cut.

O-Linie

Die O-Linie wird ganz unschmeichelhaft auch Sackkleid genannt und ist ebenfalls eine Erfindung der 50er Jahre. Statt die weiblichen Rundungen in Szene zu setzen, setzt die O-Linie sich lieber selbst in Szene. Der breiteste Teil des Kleides befindet sich an Hüfte und Taille, das Kleid verengt sich nach unten, was ihm die typisch runde O-Form gibt.

T-Linie

Dieser Buchstabe hat, das wissen wir alle, bereits Modegeschichte im Bereich der eher informellen Kleidung geschrieben. So ist das T-Kleid auch die nach unten gerade geschnittene Erweiterung des T-Shirts. Vor allem im Freizeitbereich ist das locker geschnittene T-Shirt-Kleid momentan das Non-Plus-Ultra, der legere Schnitt nimmt aber auch aus eleganten Kleidern die Schärfe – ein modisches Augenzwinkern.

X-Linie

„X“ oder Sanduhr genannt, ist diese Ikone der 50er Jahre über eine weitere Schulterpartie an der Taille eng zusammenlaufend, nur um die folgende, imposante Auffächerung der unteren Kleiderhälfte weiter zu dramatisieren. In der Regel enden X-Kleider etwa auf Kniehöhe.

Empire-Cut

Das Oberteil mit meist weit ausgeschnittenem Dekolleté geht bei diesem Klassiker der Mode in einen Abnäher über, der direkt unter den Brüsten gerafft wird. Von dort fällt der Empire-Schnitt weit geschnitten bis zum Knie oder in der langen, klassischen Variante bis zum Knöchel ab. Das Empirekleid ist ein wahrer Figurschmeichler, da er die weibliche Brust gekonnt betont und Problemzonen an Bauch und Oberschenkeln kaschiert.

Charleston-Cut

Der Charleston-Cut ist DER Schnitt der 20er Jahre. Ärmellos, gerade und locker geschnitten mit einer in der Regel nach unten versetzten Gürtellinie war Beweglichkeit und Bequemlichkeit beim diesem Schnitt oberste Priorität.

Prinzessin-Cut

Das Prinzessinnenkleid entspricht jenen uns aus den Disneyfilmen bekannten Modellen, ist klassisch geschnitten und zeichnet sich besonders durch die unter den Armen einsetzenden und über die Taille verlaufenden Verjüngungslinien aus, die in der unteren Hälfte dezent auseinanderlaufen. Märchenhaft!

Hemdblusen-Cut

Gerade in den sportlichen Athleisure-Varianten gewinnt der Hemdblusen-Schnitt immer mehr an Bedeutung. Der Cut zeichnet sich durch einen klassischen Blusenschnitt mit Kragen und Knopfleiste aus, der nach unten gerade in H-Form beliebig weit verlängert wird. Die Knopfleiste kann dabei durchgehend oder nur bis zur Taille angesetzt werden.

Trapez-Cut

Als Trapez werden die weiteren und stoffintensiveren Versionen des A-Typs bezeichnet. Die enge Schulterpartie läuft meist bis deutlich unter das Knie weit aus und wird oft auch mit einem Rockabnäher an der Taille kombiniert. Oft haben Trapez-Kleider Ärmel.

Noch Fragen zu den unterschiedlichen Schnittformen? Hier gibt es weiterführende Informationen zu einzelnen Rockformen. Zudem findet ihr unter „Was steht mir?“ in unserem Größenberater noch mehr Tipps zu Figurformen & Kleidertypen.

Viv

von

Redakteurin & kreatives Modemädchen, seit 2011 im Ana Alcazar Team. Geht gut: Grunge, Jumpsuits, Oversize Strick, Spitze, Monochrom; Geht nicht: High Heels, Bouclé, Pailletten.

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