Sep 18, 2013

Wiesn-Fashion

Wir hier im Büro können es kaum erwarten, bis es am Samstag heißt, Ozapft is. Ja, wirklich! Noch zwei Wochen vor Oktoberfest-Beginn lässt es einen noch total kalt und man ist eher genervt von der Aussicht auf Tausende betrunkene Touristen und überfüllte Bierzelte in seiner Stadt, aber jetzt fünf Tage vorher geht’s schon los mit der Wiesn-Sehnsucht. Die Dirndl kommen aus dem Schrank, werden mit 2013-Accessoires aufgepimpt oder es wird gar ein ganz neues Outfit gekauft. Die Jungs haben es da wesentlich einfacher, denn je abgeranzter die Krachlederne ausschaut, desto besser. Um uns und natürlich auch euch, noch mehr Lust auf die 16 Tage lange Kultveranstaltung zu machen, gibt’s hier von uns die drei ultimativen Tipps für euer Wiesn-Outfit.

1. Die Höhe der Schürze

Erster Fehler, den viele Dirndl-Neulinge machen, ist die Schürze viel zu tief zu tragen. Oft wird die Schürze an der Hüfte oder direkt am Hüftknochen gebunden. Traditionell trägt man die Dirndlschürze aber viel höher, nämlich in der Mitte der Taille. Achtet auch darauf, dass die Schürze richtig fest gebunden ist und vernünftig sitzt.

2. Die Schleife

Ja, die gibt’s immer noch- und wird auch auf der Wiesn 2013 sehr wichtig sein zum Flirten und Anbandeln – die Schleife eurer Dirndlschürze. Oft gehört, aber von vielen einfach mißachtet oder falsch gemacht, daher hier nochmal, die altehrwürdigen Traditionsregeln nach denen man seine Wiesnschürze (immer von euch selbst aus gesehen) richtig binden:

♥ Links = Ich bin ledig!

♥ Rechts = Ich bin vergeben / verheiratet!

♥ Mitte = Ich bin noch Jungfrau!

♥ Hinten = Ich bin Witwe! oder Ich bin Kellnerin!

Auf gehts!

3. Die Länge des Dirndls

In den klassischen Dirndl-Geschäften in und um München gibt es sie in allen Längen: Mini, Midi oder Maxi-Dirndl. Ganz Schlaue, wissen zu berichten, dass das Dirndl immer mindestens knöchellang sein muss und alles andere nur ein Modetrend ist. Und, tataaa: Das stimmt! Denn über die neumodische Grundregel: „Das Dirndl ist maximal so kurz, wie ein Maßkrug hoch ist.“ lachen Urbayern nur müde. Das Dirndl betont bereits in seiner ursprünglichen Form die weiblichen Runden perfekt und wer nicht nur züchtig auf der Bierbank sitzt, sondern auch mal Teufelsrad oder Toboggan benutzt, dem sei sowieso ein mindestens knielanges Dirndl ans Herz gelegt.

Auch ja: und bitte liebe Oktoberfest-Freunde: Wenn ihr ein Dirndl tragt, dann sagt bitte auch Dirndl (spricht: Dierndl) und nicht, wie so viele Trachtunkundige Dirndel. Gleiches gilt fürs Bestellen der Mass. Hier bestellt ihr bei der schwerarbeitenden Kellnerin (die ihr ab heute ja an der Schleife hinten erkennt) eine (sprich) Massss mit sehr kurzem a, kein (sprich) Maaas. Und vernünftiges Trinkgeld bitte nicht vergessen! Dann kann’s ja losgehen!


Viv

von

Redakteurin & kreatives Modemädchen, seit 2011 im Ana Alcazar Team. Geht gut: Grunge, Jumpsuits, Oversize Strick, Spitze, Monochrom; Geht nicht: High Heels, Bouclé, Pailletten.

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