Mai 31, 2014

Upcycling – Aus Alt mach Neu

Duchschnittlich 1-2 mal im Jahr misten deutsche Frauen ihren Kleiderschrank aus. Vieles ist einfach nicht mehr angesagt, ausgewaschen oder fristet schon seit dem Kauf ein tristes Dasein als Schrankleiche, weil sich Impulskäufe leider oft doch auch als Fehlkäufe herausstellen. Viele Frauen versuchen dann, den Kleidungsstücken noch mittels Flohmarkt, Second Hand Läden oder Online Verkaufsplattformen ein neues Zuhause zu geben, aber oft landen ausgemistete Kleidungsstücke auch in der Altkleidersamlung oder schlichtweg im Müll, auch wenn sie eigentlich noch tragbar wären. Nicht nur durch uns Privatpersonen, sondern auch durch die Bekleidungsindustrie selbst, die Farbmuster, Stoffreste etc oft einfach entsorgt, entsteht so eine unfassbare Menge an Müll. Ich möchte euch heute zwei Konzepte vorstellen, die unter sogenanntes „Upcycling“ fallen. Dabei geht es nicht nur um einfaches recyceln von Rohstoffen, sondern auch um die Frage, wie man es verhindern kann, dass Stoffe übrig bleiben und so im Müll landen.

Ein Konzept des Upcycling ist es zum Beispiel, über gebliebene Stoffreste und Farbmuster nicht wegzuwerfen, sondern aus ihnen auch wieder Kleidungsstücke zu fertigen. Dabei entstehen oft wilde Musterungen, weil einfach viele verschiedene Stoffe wie eine Patchwork-Decke zusammen gefügt werden. Mehrere Designer arbeiten mit diesen Rohstoffen und Kleidung bekommt so natürlich etwas sehr individuelles.

Upcycling stoffreste

Eine andere Form des Upcyclings ist es, Mode und auch Accessoires wie Taschen oder Hüte aus für die Bekleidungsindustrie untypischen Materialien herzustellen. Wir alle kennen beispielsweise die Umhängetaschen aus alten LKW Planen. Der Vorteil auch an diesen Produkten: Es sind absolute Unikate und es gibt wahrscheinlich kein Teil zwei mal. Im Onlie Shop von „Upcycling Deluxe“ findet man beispielsweise neben Taschen und Gürteln auch Interior oder Etuis und Kulturbeutel. Von alten Airbags über Ölfässer, bis hin zu Zementsäcken wird hier alles wieder verwertet, was sonst in den Müll wandern würde und man kann sich nicht nur eine schicke Tasche oder eine neues Portmonnaie zulegen, sondern auch einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

jtebeutel upcycling

Generell würde es aber schon viel bringen, wenn wir alle einfach den guten alten Jutebeutel immer wieder mitnehmen und somit auf Plastiktüten verzichten würden. Ich finde individuelle Mode und Accesoires sowieso cool und Upcycling ist somit nicht nur gut für die Umwelt, sondern bringt auch viele Unikate hervor.

Eure Anja

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Studentin und Bloggerin. Neben meinem eigenen Blog „Stylejunction“, den ich zusammen mit meiner Mitbewohnerin betreibe, bin ich seit Februar 2014 ein Teil des ana alcazar Teams. Was ich mag: Unifarbene Kleider und Oversize Cardigans. Was ich nicht mag: Aufgewärmte Trends wie Schlaghosen und Crop Tops. Auf dem ana Blog halte ich euch über die verschiedensten Trends und Looks auf dem Laufenden, verrate euch, wie ihr euch wie die Stars stylt und gebe Modetipps.

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