Nov 19, 2018

Howdy! Trendreport: Western-Style reloaded.

Go West! Wild Wild West! Vielleicht seid ihr schon längst infiziert von dem Fashion-Trend, der – nach den Laufstegen mit Kollektionen von Calvin Klein, Céline oder Dior – die Streetstyles und mittlerweile auch meinen Insta-Feed beherrscht: Der Western Chic. Richtig gelesen. Denn für moderne Cowgirls ist es nicht genug, Althergebrachtes zu kopieren. Sie leisten sich neuerdings eine gehörige Portion Femininität.

 

Und damit ist der wesentliche Unterschied auch schon benannt. Denn es geht weniger darum, dass die Looks extrem cool und bequem sind. Vielmehr wird der Western Look jetzt eleganter, klassischer und in vielen Outfits richtig sexy. Kurz: salonfähig.

Taille betonen – unbedingt!

Die Stilelemente bleiben zwar die gleichen, sie werden aber insgesamt durchdachter kombiniert: Cowboy-Boots, Lederjacken, Fransen-Details und Karo-Looks bringen das gewisse Etwas in die aktuelle Mode. Cowboy-Gürtel und lange Kleider im Prärie-Style unterstützen den Trend und ab und zu sieht man auch Cowboy-Hüte. Alle diese Details setzen Akzente, treten aber nicht als Gesamtlook auf.

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Eine ganze Schar von Designern setzt Elemente mit Western-Konnotation ein – beispielsweise begeistert Isabel Marant mit rustikalen Boots, Fendi setzt auf pastellfarbene Westernstiefel, Dolce & Gabbana lässt Fransen sprechen und Alberta Ferretti kreiert Hemden mit aufgesetzten Pattentaschen. Versace entdeckt die Liebe zu typischen Westerngürteln.

Cowgirls 2.0: Elegant, feminin und individuell

Nehmt in Sachen Kult-Style also selbst die Zügel in die Hand und verpasst euren Outfits einen Hauch von Rodeo. Inspiriert vom damaligen Leben im Wilden Westen spielen bei den Styles Kontraste eine große Rolle: Zarte Plissées und romantische Lochstickereien treffen auf Denim, verspielte Blusen kontrastieren markante Jeansröcke oder Lederjacken. Für den Westerntrend gibt es ein paar unverzichtbare Zutaten:

Stilmittel Nummer 1: Die Cowboy-Stiefel

Am einfachsten gelingt der Look mit ein paar Cowboy-Stiefeln, die – wenn es nach den Designern geht – sehr ausgefallen sein dürfen. Ein Beispiel sind die Cowboy-Stiefel von Chiara Ferragni. Schon im Frühjahr war auf den Laufstegen von Designern wie Fendi und Calvin Klein eine wahre Cowboystiefel-Mania ausgebrochen. Die Fendi-Boots in Gold definieren den Wilden Westen neu.

Die neuen Kreationen fallen durch ein hohes Maß an Extravaganz oder durch einen romantisch-verspielten Look auf, helle Farben und verschnörkelte Details geben den Ton an. Weiche Wild- und Velourslederoptiken verleihen den sonst groben Boots einen schon fast eleganten Charakter. So eignen sich die aktuellen Cowboy Boots für lässige Kombinationen mit Kleidern und femininen Mänteln. Oder ihr entscheidet euch für ein langes Slipdress oder eine eleganten Anzughose und kreiert einen ungesehenen Look. Möglich ist vielmehr, als ihr glaubt: Der Cowboy-Boot von Chiara Ferragni beispielsweise passt auch perfekt zum Pencil Skirt mit Rolli und verleiht dem Gesamtlook einen sehr coolen Touch. Fertig ist der besondere, aber gekonnte Stilbruch, der euren Cowboy Boots eine ganz andere Note verleiht. Es geht also nicht darum, im Komplettlook aufzutreten, sondern eurem individuellen Look einen Wild West Akzent zu verpassen.

Stilmittel Nummer 2: Lange Kleider im Prärie-Stil

Ich stehe im Moment besonders auf Kleider im Prärie-Style, welche die typischen Silhouetten der Wild West-Ära schaffen – diese haben meist Midi- oder Maxi-Länge, sind gemustert und haben schwungvolle Röcke mit Volants, Rüschen oder Plisseefalten. Die Schnitte legen immer den Fokus auf die Taille. Ihr könnt diese Optik aber auch mit einer weißen, klassischen Bluse in Kombination mit einem langen Rock aus Spitze erzielen – dabei könnt ihr mit Korsagen oder taillierten Jacken zusätzlich Akzente setzen. Wichtig: Betont die Taille mit einem verzierten Gürtel. Und nicht vergessen: Die Maxime beim aktuellen Cowboy-Style ist immer, eine gekonnte Mischung aus Wildem Westen und klassischen Alltagsstücken hinzubekommen. Bestes Beispiel: Zum Prärie-Kleid könnnt ihr die Western Boots auch durch Schnür-Boots ersetzen.

Stilmittel Nummer 3: Accessoires

Western-Gürtel: Auch mit wenigen Accessoires lassen sich Wildwest-Akzente setzen. Der Western-Gürtel mit Nieten und verzierten Schnallen passt zu jedem Look. Damit schafft ihr sofort eine typische Note – im Alltag zum Jeans-Look, abends zum Night-out Look, sogar über einen schicken Kurz-Blazer oder das Kleid. Tipp: Knöpft ein Jeanshemd komplett zu und kombiniert eure Jeans mit einem schmucken Gürtel im Western Style. Fertig!

 

Fransen-Details: Es gibt sie in den verschiedensten Varianten. An Blusen, Jacken oder Hosen sorgen die losen Stofffäden für ein bewegtes Auftreten. Tipp: Ein Fransen-Piece pro Look ist genug. Wie wäre es mit eine karierten Bluse mit Fransen plus Lederrock mit Volants und Ankle Boots?

Saddle Bag: Wie könnte es anders sein? Die Satteltasche ist in Sachen Western-Hype prädestiniert dafür, mitzuspielen. Mit der Ledertasche im typischen Look mit runder Silhouette und längenverstellbaren Schultergurt könnt ihr euren Style stilecht ergänzen. Wenn ihr die Tasche mit anderen Accessoires im Western Look kombiniert, erschafft ihr wieder ein ganz anderes Outfit. Übrigens sind auch Bauchtaschen geeignete Begleiter.

 

Seid ihr schon dabei beim aktuellen Western-Revival? Habt ihr Cowboy-Boots zuhause? Wie findet ihr den Trend, der bereits seit Frühjahr die Modewelt erobert? Schreibt einfach in den Kommentaren – ich freu mich!

von

Meine Liebe zu Mode und Kommunikation hat mich zu Ana Alcazar gebracht – als Texterin & Konzepterin in der klassischen Werbung groß geworden, schreibe ich seit fast 10 Jahren für unser Münchner Designerlabel. Im Redaktionsteam bin ich für alle Corporate-Themen zuständig, außerdem befasse ich mich hier mit aktuellen Trends & meinem Herzensthema Gleichberechtigung,

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