Mai 25, 2016

Bangkok entdecken! Vom Feilschen, von Neonröhren und den besten Garküchen der Welt.

Das erste, was ich ihn Bangkok erlebte, war ein Schwall feuchtwarmer Luft, der mich beim Verlassen des Flugzeugs unerwartet traf – dann marschierte ich durch das kühle Flughafengebäude, wo eine Horde freundlicher Tuk Tuk-Fahrer schon auf die Ankommenden wartete. Entgegen aller Gerüchte, musste ich nicht die kommenden Stunden in den Shops irgendwelcher Cousins des Fahrers verbringen und mir Schmuck oder Seidenstoffe anbieten lassen. Sondern ich landete mit dem Tuk Tuk plangemäß in meinem Hotel S15 Sukhumvit mit Pool auf der Dachterrasse.

Im-Tuk-Tuk

Auf geht`s ins Hotel

Die Sukhumvit Road ist eine der längsten Straßen Bangkoks und führt sogar bis nach Kambodscha. Hier tobt das Leben – tagsüber und abends. Die Straße ist gesäumt von Verkaufsständen und Garküchen. In der Soi 4 Nana Plaza und Soi 11, auch Soi Cowboy genannt, gibt es eine Menge Bars und Clubs und auch den berühmt-berüchtigten Red Light District. Nehmt euch die Zeit und lauft durch die etwa 200 Meter lange Seitenstraße voller Gogo-Bars und neonröhren-beleuchteter Clubs. Vor jedem Laden stehen meist vier bis fünf junge Frauen, die männliche Besucher animieren, hereinzukommen. Auch wenn die Soi Cowboy überwiegend von Männern aufgesucht wird, sind Frauen hier aber willkommen. Aber der Reihe nach …

Sukumvith-District

Sukhumvit-District

Heiß und laut – die Stadt der Engel

Bangkok – was soll ich sagen – die Zwölf-Millionen-Metropole Bangkok ist wirklich tropisch-warm und richtig laut  – und dann auch noch exotisch, überraschend und romantisch. Ich mag Bangkok, weil es so viel gleichzeitig ist. Und sich nicht so einfach kategorisieren lässt. Die Thailänder nennen Bangkok wegen der vielen religiösen Stätten „Stadt der Engel“. Wer in Bangkok von gemütlichen Stadtbummeln träumt, der wird enttäuscht. Hier gibt es keine Boulevards oder Piazze, an denen man gemütlich flanieren, im Café sitzen oder einfach nur die Passanten beobachten kann. Bangkok funktioniert anders. Es gibt viele wunderschöne Orte, an die man sich am Besten direkt fahren lässt. Denn Spaziergänge in der feucht-heißen Luft werden schnell zu schweißtreibenden Angelegenheiten.

Tatsächlich sind die einzigen Orte in Bangkok, an denen man flanieren und Kaffee trinken kann, die exklusiven Shoppingmalls. Dort hat sich auf meist mehreren Etagen eine alternative Indoor-Kaffeehauskultur entwickelt.

Warten-auf-Kundschaft

Moped-Taxis warten auf Kundschaft

Wer sich fortbewegen will, nutzt für Kurzstrecken Tuk Tuks oder Moped-Taxis – und in Flussnähe am besten Boote. Die Boote bringen euch von morgens bis abends zu den meisten Sehenswürdigkeiten, und sind auch noch praktisch und schnell. Genießt unbedingt den Blick auf Bangkok vom Wasser aus.

Bootsfahrt

Günstiges & beliebtes Verkehrsmittel – die Longtail-Boote in Bangkok

Bangkok-vom-Wasser-aus

Am Besten kurz vor Sonnenuntergang, wo ihr den Chao-Praya-Fluss hinunterfahrend die großen Hotels am Ufer kreuzt oder die goldenen Dächer des Tempels Wat Arun in der Abendsonne glänzen seht. Ich persönlich nutzte in der Stadt gern den Skytrain, der modern und vollklimatisiert auf einer Hochbahntrasse die wichtigsten Stadtteile Bangkoks verbindet.

Im-Skytrain

Nicht so voll wie die Boote – der Skytrain

Skytrain

Fashion-Metropole – Bangkok Fashion Week und Luxus-Shoppingmalls

Landläufig ist Bangkok für Modeschnäppchen, günstige Shirts und Fakes exklusiver Labels bekannt. Und das alles gibt es auch in Hülle und Fülle auf den unzähligen Märkten und bei den Händlern an den Straßenecken. Doch neben all dem hat sich die Thai-Metropole längst zu einer der hippsten Fashion Hot Spots in Asien gemausert.

Junge, hochtalentierte Designer haben sich etabliert. Die zweimal im Jahr stattfindende Bangkok Fashion Week, viele, weitere Messen und edle Materialien wie reine Seide und Baumwolle machen die Hauptstadt in Fashionkreisen heiß begehrt. Die Kollektionen der hochkreativen Designer  – von cool über avantgardistisch bis hin zu extravagant oder minimalistisch  – findet ihr zusammen mit den Linien internationaler Top-Couture in den riesigen Malls in den Prime Shopping Areas.

Mall-aussen

Futuristische angehauchte Malls prägen die Innenstadt

Auf teilweise mehr als 500.000 Quadratmetern beherbergen die Malls zahllose Geschäfte, Boutiquen, Restaurants, Kinos und sogar Fitnesscenter. Nahezu jede bekannte Luxus-Marke, egal aus welchem Teil der Welt, wird beispielsweise im Siam Paragon, das den bezeichnenden Beinamen „The Pride of Bangkok“ trägt, im Stadtteil Panthum Wan angeboten: Versace, Chanel, YSL, Prada, Louis Vuitton, Hermes oder Prada.

Mall

In den Malls bekommt man alles, was das Herz begehrt

Um dorthin zu kommen, nehmt ihr am Besten den Skytrain bis zur Station Siam und geht von dort aus zu Fuß weiter. Gegenüber von den Shoppingmalls seht ihr den Siam Square. Neben dem luxuriösen Siam Paragon und dem Siam Center, die über eine Brücke im vierten Stock verbunden sind, liegt ganz in der Nähe auch das MBK Center mit günstigeren Angeboten.

MBK

Touristen-Mall No.1 – das MBK

Noch günstiger kommt ihr weg, wenn ihr die Ratchadamri Road am Central World Plaza entlang geht. Nachdem ihr den Saen Saep Fluss überquert habt, findet ihr die Platinum Fashion Mall, wo fast nur Einheimische einkaufen gehen. Auf den Straßen rund um das Einkaufszentrum findet ihr außerdem hunderte Verkaufsstände.

Die 10 coolsten Einkaufstempel könnt ihr euch übrigens hier anschauen: http://www.bangkok.com/top10-shopping-malls.htm

Noch ein Tipp: Mein persönlicher Favorit ist das Pantip Plaza – die Mutter aller IT-Läden. Die berühmte Elektronik Mall ist nicht einfach ein Laden, sondern Kult, wenn es um Computer, Zubehör und Geek-Stuff geht. Für mich wegen der besonderen Atmosphäre immer einen Besuch wert.

Pantip-Plaza

Im Pantip Plaza

 

 Khao San Road – Mekka der Backpacker

Die Khao San Road  wird auch das „Zentrum des Backpacker Universums“ genannt. Und das zurecht. Hier gibt es bezahlbare Unterkünfte, Bars, Clubs und Garküchen, in denen man authentisch thailändisch isst. Streetfood hat eine Heimat: Bangkok. Hier könnt ihr Pad Thai, gebratenen Reis oder gebratene Nudeln mit Gemüse und Ei essen. An Ständen mit typischem Gerichten aus dem Isaan, welche sehr stark gewürzt und scharf sind, könnt ihr frittierte Käfer, Maden oder Heuschrecken probieren. Wer’s mag.

Essen

Gegessen wird hier eigentlich immer…

Auf über 1 Kilometer Länge reihen sich Verkaufsstände mit T-Shirts, Batik-Hosen, Taschen, Swimwear und Souvenirs aneinander. Hier trifft man vor allem junge und sehr entspannte People. Die Stimmung ist total studentisch-relaxed. Noch ein Hinweis für das Handeln an den Ständen: Nicht mehr bezahlen als die Hälfte des Preises, den der Händler vorgeschlagen hat.

Khao-San

Auch ich feilsche mich ins Glück.

Königspalast, Patpong Nachtmarkt und Chinatown

Wenn ihr nach all den Malls und Märkten mal was anderes sehen wollt, macht euch auf den Weg zum Königspalast. Der Grand Palace, auch Großer Palast, gehört zu Bangkok wie der Eiffelturm zu Paris. Die Palastanlage bildet zusammen mit der wunderschönen Tempelanlage Wat Phra Khaeo eine Einheit. Ein Besuch dort ist ein traumhaftes Erlebnis – beachtet aber unbedingt die strenge Kleiderordnung: Ihr dürft keine offenen Schuhe, keine Shorts oder kurze Röcke tragen. Ebenso sollten die Schultern bedeckt sein.

Palast-Bangkok

Immer viel los im Grand Palace

Koenigspalast-Thailand

Toll sind auch die Tempelanlagen am Fluss wie zum Beispiel Wat Arun. An der Silom Road findet ihr den Patpong Nachtmarkt. Fahrt dazu mit dem Skytrain bis zur Station Saladaeng und genießt einen Abend voller Trubel, Garküchen und Straßenstände. Übrigens liegt hier auch das Rotlichtviertel.

Rotlichtviertel-Bangkok

Das Rotlichtviertel wollte ich mir auch nicht entgehen lassen…

Eine ganz andere Welt eröffnet sich euch in Chinatown. Unternehmt einen Spaziergang durch die kleinen Gassen mit den chinesischen Shops und den Tafeln voller chinesischer Schriftzeichen und lasst die quirlige Atmosphäre auf euch wirken. Vom Ratchawong Pier erstreckt sich Chinatown bis zur Charoen Krung Road.

Chinatown

Behind the scenes bei einer experimentellen Theatergruppe

Chinatown-Markt

Wenn euch das bunte Treiben zuviel wird, gönnt euch eine Auszeit im Lumphini Park – Tretbootfahrt auf dem See inklusive.

Kurz unter der Wolkendecke – Roof Top Bars

Hoch hinaus – Freiluftbars schießen in Bangkok wie Pilze aus dem Boden. Ich wollte mir auf keinen Fall den Blick von oben auf Bangkok entgehen lassen. Und habe mir dazu die höchste Bar in Bangkok und sogar weltweit ausgesucht: die Sky-Bar, die wegen ihres traumhaften Ausblicks auch als Kulisse für Hangover 2 diente. Die hippe Sky Bar befindet sich im 63. Stock des The Dome-Restaurants im 5-Sterne-Hotel Tower Club at Lebua. Die Bar liegt direkt an der Silom Road und ist somit zentral und gut erreichbar, weniger als einen Kilometer die Straße hinunter zum Lumpini Park.

Rooftop-Bar

In Abendgarderobe wird über der Stadt getrohnt

Ich war gespannt, als ich im Aufzug die 63 Stockwerke hochfuhr. Direkt vor der Bar kamen mir bereits top-gestylte Schönheiten entgegen. In der Sky Bar treffen sich Künstler, Promis, Schauspieler, amerikanische sowie europäische Touristen und die oberen 10.000 von Bangkok. Deshalb solltet ihr auf passende Kleidung achten. Der Dresscode ist tatsächlich tough und wird kontrolliert – auch für Touristen: Anzug samt Krawatte für den Herrn und einem Abendkleid für die Dame. Mein Begleiter musste eine Leihkrawatte umbinden. Aber es lohnt sich: Man betritt die futuristisch wirkende Bar, die in pastelligem Licht beleuchtet ist und taucht sofort in eine andere Welt. Der 360-Grad-Rundumblick über die Stadt und vor allem über die 400 Meter breite urbane Lebensader des Chao Phraya-Stromes ist überwältigend. Von den exzellenten Drinks ganz zu schweigen …

Weitere aussichtsreiche Roof Top Bars findet ihr hier: http://www.bangkok.com/top10-rooftop-bars0.htm

Blick-Skybar

Bangkok Must-have: Maßgeschneiderter Anzug

Keine Thailandreise ohne einen neuen maßgeschneiderten Anzug – den Bangkok ist dafür bekannt, das man sich dort günstig maßgeschneiderte Anzüge, Hemden und Kleider anfertigen lassen kann. Zu ausgezeichneter Qualität. Gute Schneider haben meist eine große Auswahl an Stoffen, unter denen sich auch erstklassige Seide und Baumwolle befinden. Wählt sorgfältig aus und habt keine Hemmungen dem Schneider klar zu sagen, falls etwas nicht passt.

Und zum Schluss: Ein Lächeln für alle Fälle

In Thailand und auch Bangkok wird viel gelächelt. Für uns ist das erstmal irritirend. Das liegt daran, dass ein Lächeln alles Mögliche bedeuten kann. Angefangen bei „Ich bin glücklich“ über „Ich mag dich nicht“ bis hin zu „Ich finde das komisch“. Wenn man sich bedankt, lächelt man. Auch, wenn man etwas nicht genau weiß oder etwas peinlich findet. Lächeln in Bangkok hat viele Bedeutungen. Das muss man einfach wissen.

Food-Buden

Ich lächle einfach mit …

Christine

von

Fashionista und Schreiberin, die für Euch auf die Jagd nach guten Looks, spannenden Trends und neuesten Style-Inspirationen geht. Und zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen von Ana Alcazar wirft, um über People, Shootings und den ganz normalen Wahnsinn eines kreativen Labels zu berichten.

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