Feb 19, 2014

ana Team Portraits: Derk Breyer

db_2Name:  
Derk Breyer

Jobbezeichnung:
Verkaufsleiter und Betriebskoordinator

Lieber Derk! Erzähl und erklär mal unseren Lesern, was machst du so bei ana? Gibt’s für dich einen „normalen“ Tagesablauf?

Einen normalen Ablauf gibt es nicht. Jeder Tag sieht anders aus. Mal ist es Druck an die Agenten zu verteilen, damit sie mehr bzw. anders verkaufen, damit nicht die Weltwirtschaftskrise ausbricht. Ein anderes Mal ist es gerade angefallene Probleme zu lösen. Wie zum Beispiel, ein Modell wird nicht rechtzeitig produziert und somit geht die Welt unter, ein Kunde muss sein Geschäft kurzfristig schließen und löst damit die Erdrotation aus den Hebeln;  Betriebspersonal ist krank geworden und kann nie mehr ersetzt werden;  die Nebenkostenabrechnung ist falsch ausgestellt und droht zum globalen Krieg zu werden;  ein Mitarbeiter fängt an zu weinen und braucht einen riesen Lappen zum Aufnehmen;  die Chefinnen brauchen dringend noch einen Eimer Kaffee, sonst bekommen sie einen Nervenzusammenbruch, oder mein Hund beißt schon wieder einen Kurier und die Schmerzensgeldklagen treiben mich in den Ruin.

Das Ganze von morgens bis ….. der Abend mir sagt“ für heute reicht es – geh nach Hause – mach ne Runde Sport – die Erde dreht sich morgen auch noch – tschau“

 Was sind deine liebsten Beschäftigungen neben der Arbeit bei und für ana alcazar?

Meine Arbeit ist schon der Mittelpunkt in meinem Leben. Ich kann mir nicht vorstellen widerwillig zu arbeiten, das muss schon Spaß machen. Danach kommt meine haarige Tochter Hilde, mein kleiner Parson Jack Russel. Danach kommt zwei bis drei Mal die Woche Sport mit meinem Personal Trainer. Und einmal im Jahr für drei Wochen nach Südfrankreich.

Zahlen, Prozesse und Technik gehören – man mag es oft kaum glauben –  zu jedem Modeunternehmen. Wie aber stehst du zur Mode (von ana) selbst?

Wenn ich eine Frau wäre, würde mein Kleiderschrank pro Saison ca. 10 Meter länger werden.

Wann und wie bist du zur Mode gekommen?

Meine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann in der Spielwarenbranche und danach der Einkauf für diese war mir zu konservativ. Da habe ich kurzer Hand einen Ladenbesitzer, vom coolsten Laden in Osnabrück gefragt, ob ich bei ihm anfangen könnte. Der war ziemlich angetrunken und meinte“ klar komm morgen vorbei“.  Ein Jahr später habe ich dann seinen Textilgroßhandel in Düsseldorf geleitet. Dort und in London wurden mir dann die abgefahrensten Designer vorgestellt, wie John Richmond, Daniel Poole, Raj von Mary Quant, Peter Madow und sonst noch ein paar Durchgeknallte. Da wusste ich, Fashion is my passion.

Wann und woher hat es dich nach München verschlagen?

Ein kurzer Ausstieg aus der Modewelt, um nicht ganz einseitig zu sterben. Da hat mich Nintendo aufgenommen. Dort war ich der beste Verkäufer in Deutschland (vom Umsatz her), obwohl  ich nicht einmal ein Spiel in den Kasten stecken konnte. Videospiele waren und sind nicht mein Ding.

Dann hat eine Freundin, die Agentin für Ana ist, mich zu meinen jetzigen Chefinnen geschickt und schwupps war ich bei ana. Das war am 1. April 1999.

Was sind deine Münchner Lieblinge? Wo verbringst du gerne Zeit?

Am liebsten in meinem Viertel (Schlachthof). Lange klönen mit Nachbarn und Freunden bei meinem Lieblingsgriechen Akis Anesis in der Schmeller- Ecke Fleischerstrasse.  Und Sonntag an  die Isar mit meiner Hilde. Ansonsten Samstag Nachmittag bei meinem Zigarettendealer und Lottopapst Wolfgang Fischer. Mal ein Glas Champagner bei Cartier, oder ein Plausch bei Louis Vuitton.

Was war deine schlimmste (jugendliche) Modesünde?

Keine! Ich habe alles ernst gemeint, auch mein goldenes Stirnband und meine Khaki  Hotpants mit gelbem Umschlag und schicke Cowboystiefel dazu.

Drei Dinge, auf die du dich in diesem Jahr freust?

Im Juni mit meiner Rüdin Hilde und Freunden nach Nizza.
Im August auf meine jetzt schon bestellte, rockige Winterkollektion.
Im September auf den Wellnessurlaub mit meinem kleinen Bruder Peter und seiner Frau Britta, in Bad Gastein.

Viv

von

Redakteurin & kreatives Modemädchen, seit 2011 im Ana Alcazar Team. Geht gut: Grunge, Jumpsuits, Oversize Strick, Spitze, Monochrom; Geht nicht: High Heels, Bouclé, Pailletten.

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