Mrz 11, 2016

Wenn am Kleid Lichter blinken … Fashion goes Digital

Durch den unendlichen Fashion-Kosmos surfen und online auf Entdeckungstour gehen – Fashionistas müssen längst nicht mehr zu Fuß alle Läden abklappern, um das Lieblingsteil zu finden. Preisvergleiche sind bequem vom Sofa aus möglich und mit einem Klick ist klar, ob Farbe und Größe verfügbar sind. Wer schließlich doch in einen Laden geht, hat vorher auf dem Smartphone oder dem iPad ausgecheckt, wo genau das heißersehnte It-Piece zu finden ist. Soweit ist das alles länsgt total normal. Aber wie digital ist die Modeszene wirklich? Wo verändert Technologie die Fashion-Welt? Beeinflusst Technologie überhaupt Fashion? Ich habe mich für euch mal auf die Suche gemacht …

#OutfitOfTheDay – Blogger setzen digital Trends

Da fallen mir zunächst die Fashionblogger ein. Sie sitzen bei Modenschauen mittlerweile in der ersten Reihe und kreieren mit ihrer Meinung erst Trends. Mit ihren Blogs oder Instagram-Posts inspirieren und beeinflussen Sie Millionen von Fashion-Fans – und das meistens digital. Chiara Ferragni, einer der erfolgreichsten Modebloggerin der Welt folgen auf „The Blonde Salad“ beispielsweise 4,3 Millionen Menschen. Über 3 Millionen liken ihre Styles auf Instagram und sie hat mehr als eine Million Facebook-Freunde. Mit ihrem Gespür für Stil und für coole Bilder hat sie ihren Blog zu einem Business ausgebaut. Das ist auch der deutschen Bloggerin Jessica Weiß, Mitbegründerin von Les Mads, mit ihrem Blog Journelles gelungen. Meinungen werden im Netz gemacht. Analog hat sich hin zu digital verschoben.

Blogger

Fashionblogger bestimmen die Modemeinung im Netz maßgeblich mit

Fashion Week Berlin – live im Netz

Kein Wunder, dass dieses Jahr auch die Fashion Week alle Schauen erstmals live im Netz zeigte. Im Stream konnte im Januar jeder in Echtzeit die Kollektionen der Labels auf den Runways sehen.

Mode ohne Grenzen – Smart Wearables & digital veredelte Kollektionen

Aber Online-Shopping, Fashion-Blogs und Livestreams sind längst nicht die einzige Verbindung von Mode und Technologie. Immer mehr rücken sog. „Smart Wearables“ in den Blick – das bekannteste Beispiel ist die Apple Watch. Wie aber kann eine Verbindung zwischen Technik und Mode aussehen? Viele Designer arbeiten und experimentieren an dieser Schnittstelle: Wie wäre es beispielsweise mit einer Clutch mit integrierten Lautsprechern? Oder einer Handtasche mit eingebauter Ladestation für das Smartphone?

Digitale Mode für den Alltag?

Ist „digitale Mode“ also bald alltagstauglich? In jedem Fall kann sie sehr praktisch sein. Stellt euch mal einen Stoff mit integrierten LEDs vor, der die Farbe wechseln kann. Damit ist Schluss mit der lästigen Suche im Schrank nach farblich passenden Kombi-Teilen. Denn das Shirt kann der Hose oder dem Rock farblich angepasst werden. Kleider mit integrierten Bewegungssensoren leuchten bei jeder Bewegung auf. Sensoren beispielsweise im Schlafanzug überwachen den Schlaf.

wearable

Die neuen Wearables vermessen den Menschen

Besonders im Sport-Bereich gibt es spannende Entwicklungen: So können Sensoren in der Sportunterwäsche den Puls des Läufers messen – ähnlich wie die mittlerweile gängigen Fitnessarmbänder, die Schritte zählen. Eine Jacke könnte wie ein Navi zeigen, wo’s lang geht – durch Signale an der Schulter. Oder ein Designer integriert Googles Datenbrille Glass ­in ein Outfit.

#FASHIONTECH BERLIN – Treff für Designer, Kreative und Hacker

Mehr davon gibt’s bald wieder auf der #FASHIONTECH BERLIN. Diese findet als Subkonferenz der re:publica 2016 im Mai statt und im Rahmen der Fashion Week Berlin im Juni 2016.

Dort findet ihr auch das spannende Wearable-Tech-Start-up ElektroCouture, das sich an der Schnittstelle von Mode und Technologie tummelt. Und beispielsweise Design mit Licht-Technologien wie LEDs oder Leuchtdioden verbindet: Neopren-Kleider oder ein Schal aus Merino-Wolle werden mit Leuchttechnologien ausgestattet. Die Digitalisierung krempelt Klamotten um. Keine Frage.

Mit Hilfe von 3D-Druckern selbst zum Designer werden

Das geht sogar soweit, dass ihr Accessoires, Taschen, Schuhe oder einen Bikini selbst gestalten und umsetzen könnt – nach eurem eigenen Entwurf. Wie das gehen soll? 3D-Drucker machen es möglich.

3d-print

Mode aus dem 3D-Drucker. Bald Wirklichkeit?

Ihr entwerft eure Styles am Computer und der 3D-Drucker printet sie für euch aus. Damit sind dann der eigenen Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt – vorausgesetzt natürlich, Ihr habt einen 3D-Drucker. Mode von der Stange gehört dann endgültig der Vergangenheit an. Wenn ihr wissen wollt, wie Mode aus dem 3D-Drucker aussieht, klickt einfach hier.

Mode ohne Grenzen – die digitale Welt hat die Modeszene bereits verändert. Auch, wenn vieles noch lange nicht alltäglich ist. Diese Art von Zukunftsmusik macht mir zumindest freudiges Herzklopfen …

Foto: Elektrodress by hier via Shutterstock.com

Christine

von

Fashionista und Schreiberin, die für Euch auf die Jagd nach guten Looks, spannenden Trends und neuesten Style-Inspirationen geht. Und zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen von Ana Alcazar wirft, um über People, Shootings und den ganz normalen Wahnsinn eines kreativen Labels zu berichten.

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