Aug 5, 2016

Farben für die ganze Welt – Olympia in Rio de Janeiro

Vielfältig und bunt wie Brasiliens Fashionszene

Jetzt geht es los – die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro finden statt – und damit zum erstenmal in der Geschichte in Südamerika. Von heute bis zum 21. August messen die besten Athleten der Welt unter dem Zuckerhut ihre Kräfte und kämpfen um die Medaillen. In 28 Sportarten werden in insgesamt 306 Wettbewerben olympische Medaillen vergeben: 136 für Frauen, 161 für Männer, 9 in gemischten Wettbewerben.

Rio-Panorama

Ab heute in Rio: die Spiele der 31. Olympiade

Nach 112 Jahren steht erstmals wieder Golf auf dem Programm. Auch Rugby wurde wieder aufgenommen – bereits 1900 zählte Rugby zu den olympischen Sportarten, immer wieder mit Unterbrechungen übrigens bis zum Jahr 1924. In Rio wird 7er-Rugby gespielt, eine Variante mit 7 statt mit 15 Playern.

Fashion-Begeisterte wissen, dass Brasilien eine lebendige Modeszene hat. Besonders in der südlichen Metropole Rio mit der „Fashionrio“-Woche und in der Hauptstadt São Paulo mit der São Paulo Fashion Week gibt es Farbenprächtiges zu entdecken. Übrigens auch an Olympia, wo die olympischen Delegationen der teilnehmenden Länder ihre Teamoutfits präsentieren.

Fashionrio

Bademode auf der Fashionrio

An den Stränden von Fernando de Noronha bis Rio de Janeiro ist es 12 Monate lang warm genug zum Sonnen und Baden. Kein Wunder also, dass Brasilien, das als Inbegriff für makellose Körper und exzessive Samba-Rhythmen gilt, besonders für seine farbenfrohe (Bade-)Mode bekannt geworden ist. Apropos Farben … wusstet ihr, wofür die Farben der olympischen Flagge eigentlich stehen?


6 Farben. Ein starkes Symbol. – die olympische Flagge

6 Farben? Bei nur 5 Ringen? Ihr habt richtig gelesen – die olympische Flagge besteht tatsächlich aus insgesamt 6 Farben. Denn der weiße Hintergrund, auf dem die 5 ineinander verschlungenen Ringe stehen, zählt dazu. Die Reihenfolge der Farben ist festgelegt: Obere Reihe von links: blau, schwarz und rot; untere Reihe von links: gelb und grün.

Olympische-Ringe

Alle Flaggen der Welt beinhalten eine dieser sechs Farben

Dahinter steht eine klare Aussage: In jeder Landesflagge der Welt soll eine der olympischen Farben vorkommen. So wollte es der Erfinder der olympischen Flagge Pierre de Coubertin und deswegen hat er die Farben genauso ausgewählt.

Die olympische Flagge wehte zum ersten Mal bei den VII. Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen. Später deutete man – warum auch immer – die Flagge um. Und es entstand die Geschichte, dass die 5 Ringe angeblich die 5 Kontinente symbolisieren sollen: Blau für Europa, Gelb für Asien, Schwarz für Afrika, Grün für Australien sowie Rot für Amerika. Obwohl das nicht stimmt, stand es in den 50er Jahren sogar im offiziellen Handbuch der Olympischen Spiele.

Letztlich konnte aber niemand beweisen, dass Coubertin diese Zuordnung so gemacht hätte – und er hat sie ja auch nie so gemacht(!). So wurde diese Info wieder aus den Büchern gestrichen.

Aber das ist nicht das einzige „Märchen“, das sich um Olympia rankt – für euch hab ich mich mal auf die Suche nach ein paar interessanten Geschichten und Geschichtchen rund um die Olympischen Spiele – gestern und heute – gemacht. Viel Spaß beim Entdecken:


Mit diesen 9 Facts könnt ihr mitreden – Wissenswertes rund um Olympia

Go for gold – die Siegermedaille
Es ist nicht alles (reines) Gold, was glänzt – zumindest nicht zu 100 Prozent. Wusstet ihr, dass die letzte olympische Medaille, die komplett aus Gold war, vor mehr als 100 Jahren vergeben wurde? Konkret im Jahr 1912. Seither ist die Siegermedaille lediglich mit 6 Gramm Gold überzogen.

Bud-Spencer-Carlo_Pedersoli_1950

Bud Spencer als er noch Carlo Pedersoli hieß und Olympionike war

Schauspieler oder Olympionike? Oder beides?
Man kennt ihn an der Seite von Terrence Hill in Streifen wie „Vier Fäuste gegen Rio“ oder „Zwei Asse trumpfen auf“ – die Rede ist von Bud Spencer. Aber wusstet ihr, dass der Schauspieler 1952 und 1956 als Schwimmer für sein Heimatland Italien bei den Olympischen Spielen in Helsinki und Melbourne antrat?

Höher, schneller, weiter – das Olympia-Motto
Entgegen allem, was behauptet wird, stammt das heutige Olympia-Motto nicht von Pierre de Coubertin – dem Gründer der modernen Olympischen Spiele. Vielmehr klaute er den sportlichen Leitsatz von einem Freund: dem französischen Dominikaner-Mönch und Schriftsteller Henri Didon. Und der sprach von „Citius, altius, fortius“.

Maracana-Stadion

Spektakulär! Das Maracanã-Stadion in Rio

4 Zonen – das sind die Sportstätten 2016
In Rio teilt man die Wettkampfstätten in 4 Zonen auf: Im Olympiapark Barra da Tijuca befinden sich 14 der 31 Austragungsstätten – unter anderem die Schwimmarena und das olympische Dorf. Das zweite große Zentrum ist Deodoro im Nord-Westen Rios mit Arenen für Reiter, Hockeyspieler,  Schützen, Fechter und Fünfkämpfer. An der weltweit bekannten Copacabana baggern die Beachvolleyballer um Medaillen und Freiwasserschwimmer sowie Ruderer tragen ihre Wettkämpfe aus. Direkt neben dem Olympiastadion liegt eine der berühmtesten Arenen: das Maracanã-Stadion. Der Stadtteil ist vor allem durch das gleichnamige Fußballstadion bekannt. Hier liegen die Spielstätten für die Entscheidungen in den Disziplinen Marathon, Leichtathletik, Bogenschießen, Rugby und Volleyball. Auch die Eröffnungs- sowie die Schlussfeier finden hier statt.

Auch nackt noch zu schwer
Ein schweres Los im wahrsten Sinne des Wortes zog die Judokämpferin Debbie Allan bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Denn an das Gewicht der Sportler in dieser Disziplin werden bestimmte Anforderungen gestellt: Wer zuviel wiegt, muss sofort nach Hause fahren. Debbie Allen versuchte alles – sie schnitt sich die Haare ab, unterzog sich Schwitzkuren, um abzunehmen. Schließlich zog sie sich zum Wiegen komplett nackt aus – umsonst. Am Ende hatte sie 50 Gramm zuviel. Und ihr blieb nur noch das Ticket für den Rückflug …

Michael-Phelbs

Ganz großer Sport – Schwimmer Michael Phelps

Der Beste der Weltbesten
Der erfolgreichste Olympionike ist der US-Schwimmer Michael Phelps mit 22 Medaillen. Ganze 18 Mal stand der Rekordjäger auf dem Siegertreppchen, jeweils 2 Mal erhielt er Silber und Bronze. Nicht umsonst wird er „Fliegender Fisch“ genannt.

Paralympics
Nicht von Anfang an gab es die Paralympics. Im Gegenteil: Die ersten Sportspiele für Rollstuhlfahrer faden erst 1948 statt. Seit 1960 werden die Spiele für Sportler mit Behinderung regelmäßig ausgetragen und sind seit 1992 organisatorisch direkt mit den Olympischen Sommerspielen verbunden. Das Nationale Paralympische Komitee hat für die 15. Spiele vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro 148 deutsche Sportler nominiert. Die Wettkämpfe werden in 22 unterschiedlichen Sportarten ausgetragen.

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Der legendäre Jesse Owens (links) mit seinen Mit-Sprintern Ralph Metcalfe und Frank Wykoff kurz vor der Abreise zu den Spielen in Deutschland 1936.

„Zeit für Legenden“ – aktuell im Kino
Der Ausnahmesportler und afroamerikanische Athlet Jesse Owens (1913-1980) gewann bei Olympia 1936 in Nazi-Berlin 4 Goldmedaillen. Was als schwere Niederlage für Hitlers Regime angesehen wurde. Davon erzählt der gleichnamige Film über den schwarzen Helden aus den USA, den ihr seit 28. Juli im Kino anschauen könnt.

Olympia-Hymne 2016 von Kate Perry
Katy Perry hat für die Olympischen Spiele 2016 die Hymne „Rise“ beigesteuert. Während Hunderte Athleten die verschiedensten Disziplinen von Fußball, Leichtahtletik oder Schwimmen bis hin zu Fechten und Volleyball rocken, könnt ihr euch hier gechillt den Song anhören.


Vielfalt und alle Farben der Welt – eure Medaillen-verdächtigen ANA ALCAZAR Teile für Brasilien

Seid ihr Sport-Fans und seht euch den ein oder anderen Wettkampf ab heute an? Schreibt mir!

lazyllama / marchello74 / CP DC Press / Everett Collection / alle via Shutterstock
Christine

von

Fashionista und Schreiberin, die für Euch auf die Jagd nach guten Looks, spannenden Trends und neuesten Style-Inspirationen geht. Und zwischendurch einen Blick hinter die Kulissen von Ana Alcazar wirft, um über People, Shootings und den ganz normalen Wahnsinn eines kreativen Labels zu berichten.

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